UK Q2 GDP – Die Ruhe vor dem Sturm

Das Statistikbüro in London veröffentlichte soeben die zweite GDP Einschätzung und der Headline-Betrag schlug auf die Zahlen. Die erste Abschätzung war 0.6%, der Konsensus für die zweite Abschätzung war 0,6% und das ist auch die Zahl, die auf den Bildschirmen erschien. Aber es gibt drei Versionen für den GDP, die vorläufige, die sekundäre und die endgültige Einschätzung. Zumindest sind die drei Lesungen in der UK und in Europa, in Bezug auf ihren Wert, viel näher beieinander, als die Gegenstücke in den US. Erinnern Sie sich an die US GDP Lesung für Q1? Die erste Einschätzung lag bei 0,5%, die zweite kam auf 0,8% und die endgültige war bei 1,1%. Kann man den ersten beiden Einschätzungen also Vertrauen schenken?

Doch zurück zu der UK. Die Haupt-Headline war ziemlich gut und die anderen Komponenten waren sogar besser, der Q2 Index der Dienstleistungen schlug die Erwartungen bei 0,1%, während die Businessinvestments, die eigentlich um 0,9% zurückgehen sollte, sogar um 0,5% stiegen. Auf den ersten Blick sieht alles großartig aus und meiner Meinung nach war die wirtschaftliche Situation der UK, im Vergleich zu anderen entwickelten Nationen, sehr gut. Das galt bis die Brexit-Seite gewann, somit können die wirtschaftlichen Daten als veraltet betrachtet werden. Niemand glaubte, bis zum Ende von Q2, dass Brexit gewinnen würde, was auch der Aufschwung in den Businessinvestments beweist. Doch seitdem hat sich die fundamentale Situation dramatisch gewandelt. Von dem was wir bisher gesehen haben, ist das Businessinvestment seit dem Ende von Q2 stark zurückgegangen und viele UK-Sektoren befinden sich in Kontraktion.

GBP/USD ist tiefer als vor der Veröffentlichung.

Ich bin schon hinter dem Q2 GDP und schaue auf Q3 und der Forex-Markt scheint, nach einem kurzen Aufstieg, das selbe mit dem rückläufigen GBP zu machen.

Was passiert momentan mit dem Pound?

Der GBP hat nach dem Brexit Referendum fast zwei Dutzend Pips verloren und ist seitdem auf dem Hinterfuß. Das ist eine normale Reaktion des Forex-Marktes, da sich ein altes Kapitel der UK schließt und sich ein neues, mit jeder Menge Mühsal und Ungewissheit, öffnet. Die Wirtschaftsdaten der Geschäfte im Juli waren furchtbar; der UK-Bausektor, Dienstleistungssektor und Produktionssektor sind in die Kontraktion gerutscht. Die Geschäfte tendieren dazu, die nahe Zukunft der Geschäftskonditionen vorauszuberechnen und die Brexit Wahl führte zu viel unsichtigeren Einschätzungen der Zukunft. Demnach hielten sie sich mit Investitionen im Juli zurück und meiner Meinung nach werden sie das auch in den kommenden Monaten oder sogar Jahren fortführen. In Folge dessen ist der GBP rechtmäßig gesunken.

Die Konsumstimmung auf der anderen Seite muss differenziert betrachtet werden. Die Leute auf den Straßen können noch einen Effekt des Brexit spühren, weswegen sie weiterhin so viel ausgeben wie vorher. Die Zahlen des Einzelhandelsumsatzes zeigen eine nette Anhebung und mit dem geschwächten GBP nimmt die Inflation ebenso zu.

Schließlich geht das Leben weiter und die Menschen werden sich nicht in Bunkern verstecken. Deshalb ist die Konsumentenseite immer noch stark.

Geht dem Aufwärtstrend der letzten zwei Wochen langsam die Luft aus?

Also kratzen Sie sich nicht am Kopf, wenn die in den letzten zwei Wochen das GBP/USD-Paar um die 400 Pips wachsen gesehen haben. Der Forex-Markt befindet sich in der Phase, in der er überlegt, ob Brexit wirklich solch fatale Auswirkungen auf die UK-Wirtschaft haben wird. Die sehr kurzfristige Marktstimmung ist nicht mehr so „bearisch“, weshalb der GBP einen Aufschwung erlebt hat. Doch der gleitende Durchschnitt 50 auf der täglichen Forextabelle bei der 1,3 Ebene wird eine harte Nuss sein. 1,3360-70 und darüber 1,3470-1,3500 sind die ultimativen Widerstandsebenen in nächster Zeit.

Wer trägt die Schuld für die Moral der deutschen Geschäfte?

Die deutschen IFO (Information und Forschung) Geschäftsklimazahlen wurden vor einer Stunde veröffentlicht unddddd sie verfehlten die Erwartungen. Die Erwartung für die Haupt-Headline-Zahl lag bei 108,5, doch nach der Stickprobenprüfung von 7.000 Firmen im Juli, lag sie bei lediglich 106,2.

Das ist, aufgrund der Größe dieser Stickprobe und der engen Verbindung zu dem deutschen und europäischen Klima, ein wichtiger und führender Wirtschaftsindikator. Wenn man tiefer ins Detail geht, sieht es sogar schlimmer aus.

Dieser Indikator hat also die Erwartungen verfehlt, doch die Frage ist, wer oder was an der Verschlechterung des Geschäftsklimas im Juli die Schuld trägt? Einige beschuldigen die ECB (European Central Bank), andere den „fehlgeschlagenen türkischen Putsch“, Die IFO beschuldigt Brexit und ich würde der verlorenen Strafe im Olympischen Fußball Finale die Schuld geben. Menschen neigen dazu, die Schuld überall da zu suchen, wo sie nicht zu finden ist.

Wie wäre es einen Blick auf die eigene Regierung zu werfen und endlich damit aufzuhören der EU ständig für alles verantwortlich zu machen? Man kann die Briten sowieso nicht darin übertreffen, sie sind die Meister, wenn es darum geht, die EU für alle Fehlschläge der eigenen Regierung zu beschuldigen.

Eine weitere Trophäe für die UK-Konsumenten

Britannien macht weiter, lang lebe die Königin. Aufgrund der Brexit Angst erwartete man negative UK CBI (Confederation of the British Industry) Zahlen, doch sie waren positiv. Die CBI DTS (Distributive Trades Survey) hat 150 UK-Großhändler und Einzelhändler kompiliert. Die Zahl für diesen Indikator war 9, was bedeutet, dass der Prozentsatz dieser befragten Unternehmen in dieser Kategorie/Sektor der UK-Wirtschaft, die einen höheren Umsatz im Juli genossen, neun Punkte höher ist als bei den Teilnehmern, die einen Rückgang der Umsätze meldeten. Es ist kein Marktbeweger, doch das ist ein weiterer kleiner Sieg für das Brexit-Camp. Ich hasse es ein Angsthändler zu sein, aber seit unserem ersten Update, zeigt sich nur die helle Seite des Mondes, die Konsumentenseite oder die Inlandsnachfrage. Die wirtschaftlichen Daten in diesem Monat zeigten, dass die Unternehmensseite leidet und viele Sektoren im Juli in Kontraktion gerutscht sind.

Falls sich diese Situation in den kommenden Monaten/Quartalen/Jahren so hält, wird sich das in geringeren Löhnen sowie im Beschäftigungssektor oder besser gesagt anhand der Arbeitslosenzahlen und schließlich an der Inlandsnachfrage widerspiegeln. An dieser Stelle werden die schwierigen Zeiten für den Durchschnittshändler an der High Street anfangen. Die BOE (Bank of England) hat bereits reagiert und die Geldmarktpolitik erweitert, um ein solches Szenario zu verhindern. Die UK-Regierung wird weitere Schritte in die Wege leiten, um Geld in die Wirtschaft zu pumpen, indem sie den steuerlichen Anreiz erhöhen. Übrigens hoffe ich, dass Alles gut werden wird und die UK gestärkt aus der Sache hervortreten wird, da es eins meiner beiden Heimatländer ist. Doch ich bezweifele es. Die Angst der Investoren wird siegen wodurch die Wirtschaft, langfristig gesehen, geschädigt werden wird.

Ziehen die Rohstoffe die Rohstoffdollars runter?

Die Rohstoffpreise sind seit der Finanzkrise 2008 rückläufig. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass die Nachfrage für Rohstoffe während globalen Wirtschaftskrisen abnimmt. Ein Freund von mir, der in der physikalischen Metallindustrie arbeitet, sitzt auf einer Fracht Chrom, die er in den späten 2010er kaufte, weil der Preis nur noch die Hälfte dessen Wert ist, was er zum Zeitpunkt des Erwerbes gewesen war.

Seitdem ist es ein fortlaufender Kampf; der größte Importeur von Rohstoffen und Rohmaterialien, China, kauft weitaus weniger. Die neusten Zollabfertigungsdaten für Rohstoffe im Juli aus China belegen den rückläufigen Trend für alle Rohstoffe außer Kupfer und Hüttenaluminium.

Das ist besorgniserregend für die globale Wirtschaft, weil es bedeutet, dass sich einer der drei größten Märkte/Wirtschaften der Welt verlangsamt. Die Rohstoffdollars wie der NZD, AUD und CAD hatten nach dieser Veröffentlichung einen 30 Pips Sturz, doch sie stehen nun wieder auf den Beinen. Der Rücklauf in den Rohstoffpreisen ist keine gute Neuigkeit für die Rohstoffdollars, doch momentan fließt der Cash im Forex-Markt in eine ertragsstarke Richtung und der AUD und der NZD können das anbieten. Demnach gibt es zwar keinen sofortigen Effekt auf diese Währungen, doch wenn die Rohstoffpreise niedrig bleiben sollten, baut sich der Druck auf und wenn die Suche nach Gewinn endet, sehen wir die reale Auswirkung auf den NZD und AUD.

Da platz der Dollar

Nur einiger Minuten nach unserem ersten täglichen Update, in dem wir einen Blick auf die Rohstoffe und Rohstoffwährungen geworfen haben, brachen die Rohstoffdollars durch den begrenzten täglichen Kursbereich. Wir erklärten kurz weshalb der Rücklauf bei den Rohstoffpreisen keine wirkliche Auswirkung auf die Rohstoffdollars hat. Wenn Sie nicht des vorherige Forex-Markt Update gelesen haben, Sie aber wissen wollen warum sich der Preis nicht auf die Rohstoffdollars auswirkt, dann lesen Sie das vorherige Update. Es ist nur eine kurze Erklärung, doch es trifft den Punkt. Wir werden bald einen längeren Artikel über den Rohstoffmarkt uns die Relation zum Forex veröffentlichen.



Das Platzen des AUD/USD-Paares präsentiert eine gute Möglichkeit ein Forex- Verkaufssignal zu eröffnen.


Die Rohstoffdollars stiegen vor einer Weile. Es ist eher ein Platzen der USD Blase, die am Forex-Markt stattfand, doch die drei Muskeltiere (AUD, NZD und CAD) nutzen den Vorteil und machen das Bester daraus. Der Euro ist die einzige Währung die gegen den Dollar geringer ist.

Es gibt, soweit ich sehen kann, keine neuen Veröffentlichungen.

Ich werde einen sorgfältigen Blick auf ein paar Forex-Neuigkeiten werfen, doch es scheint als basiere diese Bewegung auf der Forex-Marktstimmung. Wir verkünden freudig, das unser NZD/USD Forex-Kaufsignal das „take profit“ Ziel erreicht hat. Wir sahen diese Bewegung als eine Möglichkeit an, ein Forex- Verkaufssignal im AUD/USD-Paar zu eröffnen, da der stochastische Indikator auf der H1-Forextabelle überkauft ist und einige gleitende Durchschnitte Widerstand bieten.

Warum fühlt sich der Euro krank?

Der US-Dollar ist heute ohne jeglichen ersichtlichen Grund, während der gesamten London Handelssitzung, gefallen. Doch das schwächste Glied ist der Euro gewesen. Während die anderen Währungen gegen den Dollar in den meisten Haupt-Forex-Paaren um die 40-50 Pips gestiegen sind, hat das EUR/USD-Paar um die 50 Pips verloren. Während ich tippe fällt es tiefer und wir haben gerade 1,1260 erreicht.


Der gleitende Durchschnitt 50 stärkt die Unterstützungsebene

Es gibt keinen gewichtigen oder eindeutigen Grund für diesen Rücklauf, doch was ich aus einigen Informationen zusammenstellen kann, sind drei kleinere Gründe, die jedoch zusammen eine einzige Währung herunterdrücken.

Die Gründe sind:

1 – Das Erdbeben in Umbria in Italien diesen Morgen. Es wurde 40 Menschen getötet und weitere 150 werden vermisst. Wir von FXmarketleaders drücken unser Beileid für die Opfer und Angehörigen aus.

2 – Die bestehenden US-Inlandsverkäufe. Die neuen US- Inlandsverkäufe übertrafen gestern die Erwartungen um eine große Gewinnmarge und die Forex-Händler haben vor der Veröffentlichung der existierenden Zahlen der Inlandsverkäufe kalte Füße bekommen

3 – Forex-Marktstimmung. Es gibt nur eine Sache die zu tun ist, wenn jede Haupt-Forex-Paar Währung gegen den USD wächst und der Euro weiter nach unten rutscht – man verkauft deren Euro. Man verkauft den Euro während der USD noch schläft, weil sobald sich die USD Bullen einschalten und die anderen Haupt-Währungen den Grund unter den Füßen verlieren, wir der Rücklauf in diesem Paar bloß zunehmen. Doch zuerst muss die Unterstützungsebene bei 1,1260-70 und der gleitende Durchschnitt 50 auf der H4-Forextabelle durchbrochen werden.

Was ist letzte Nacht mit dem Kiwi passiert?

Letzte Nacht oder gestern, kommt drauf an wo man lebt, machte der NZD einen 60 Pips Sprung aus dem Nirgendwo heraus. Es war eine Überraschung für mich, da ich gestern den ganzen Tag unterwegs war und mein wirtschaftliche Kalender für diesen Tag nur europäische Tagesevents enthielt. Als ich gestern zu Bett gehen wollte, machte der Kiwi auf einmal einen 60 Pips Sprung, was nach solch einem ruhigen Tag wie ein riesiger Sprung aussieht.


Die Marktstimmung hat sich gegenüber dem NZD geändert

Ich war ein wenig überrascht, denn wie ich schon erwähnte, hatte ich meinen Kalender so eingestellt, dass er nur europäische Tagesevents anzeigte. Als ich den Kalender wechselte sah ich, dass der RBNZ (Royal Bank of New Zealand) Präsident Wheeler eine Pressekonferenz abhielt. Als ich die ersten Kommentare las, wurde mir augenblicklich bewusst, weswegen der NZD einen Sprung gemacht hat; Wheeler hat erneut die Markterwartungen enttäuscht. Der entscheidende Kommentar war, dass die RBNZ und die neuseeländische Wirtschaft keine Lockerung der Geldmarktpolitik benötige. Das ist meiner Meinung nach auch war, doch die kürzlich neu gewonnene Stärke des NZD wird möglicherweise die Pläne ruinieren. Dieser Kommentar war alles was der Forex-Markt benötigte um sich für eine Seite zu entscheiden. Wenn sie die Kursbewegung lesen können, wissen Sie, dass sich die Situation für den Kiwi verändert hat, von „bearisch zu billish“. Der Forex-Markt wartet nur auf einen Grund, um den nächsten höheren Schritt in den NZD-Paaren zu gehen.

Was hat die ECB zu tun?

Die ECB (European Central Bank) hat in den letzten zwei Jahren viel dafür getan, die Wirtschaft der Eurozone wiederzubeleben. Wir Forex-Händler sind immer skeptisch und nie zufrieden, also bedeutet es viel, mehr als viel sogar, wenn Forex-Markt Analysten sich auf eine Zentralbank beziehen. Anfang des Jahres verstärkte und erweiterte die ECB die Lockerung der Geldpolitik und senkten zudem die Zinsen weiter. Der Forex-Markt nahm das als ein gutes Zeichen. Dem Markt zufolge, würde die Erweiterung des QE (quantitative Lockerung) Programmes die Eurozonen Wirtschaft regenerieren, oder besser gesagt die Eurozonen Wirtschaften. Jedes EU-Land hat seine eigene Spezialisierung und obwohl die Wirtschaften eng miteinander verwoben sind, gibt es große Differenzen, weshalb eine spezifische Geldmarktpolitik nicht für alle Wirtschaften gelichzeitig passend sein kann. Es sind schon Monate seit der Erweiterung vergangen und es lässt sich keine Auswirkung auf die EU-Wirtschaft als Ganzes erkennen. Die Zahlen der deutschen, französischen und der EU-Dienstleistungs- und Produktionssektoren für den August wurden vor einiger Zeit veröffentlicht und zeigten keine große Verbesserung – beziehungsweise überhaupt keine Veränderung. Der französische Produktionssektor bleibt weiterhin in Kontraktion und der EU-Produktionssektor ist fast flach. Die ECB kann zwar das QE-Programm verstärken, doch es ist nicht in der Lage besonders viel auszurichten, da es nur eine limitierte Anzahl an Vermögenswerte gibt, die erworben werden können. Wenn es funktionieren soll, ist eine Koordination mit der Fiskalpolitik von Nöten, doch mit so vielen Regierungen… Hoffen wir einfach, dass es sich von selbst lösen wird.

Ebenen für Monatg Morgen

Ein neuer Augustmorgen ist gekommen. Letzten Freitag war die Kursbewegung am Forex-Markt ziemlich wechselhaft und unbeständig, weswegen sich die Ebenen verändert haben. Werfen wir einen Blick auf die neuen Ebenen.

EUR/USD – Dieses Forex-Paar hat letzten Freitag die 1,13 durchbrochen und erreichte 1,1365, was auch die erste Widerstandsebene darstellt. Doch davor noch wird 1,13 Widerstand bieten, da der gleitende Durchschnitt 100 an der Stelle kommt. Dann kommt 1,1325, 1,1360 und 1,14. Die erste Unterstützungsebene kommt bei 1,1270, was der heutige Tiefpunkt bisher ist. Darunter kommt 1,1220 ins Spiel und dann 1,1180.

USD/JPY – Dieses Forex-Paar brach schließlich die langfristige Unterstützungsebne bei 100 und bewegte sich wieder zurück und stellt nun die erste Widerstandslinie dar, jedoch nicht so stark wie davor. Darunter kommt 99,60s, was letzte Woche der Tiefstwert war und schließlich 99. Die erste Widerstandebene kommt bei 100,90-101. Darüber kommt 101,40-50, was letzte Woche der Höchstwert war und schließlich 102.