Der britische oberste Gerichtshof hat Nein entschieden ? was heißt das für den Brexit?

Im Dezember hat der oberste Gerichtshof in Großbritannien gegen das britische Parlament entschieden und Artikel 50, den letzten Akt zum Verlassen der Europäischen Union, in Kraft gesetzt. Damit lag der Ball beim britischen Obergerichtshof.

Das Urteil wurde vor Kurzem gefällt und wie erwartet, wird der Brexit zunächst im britischen Parlament abgestimmt werden. Jetzt sind es die Parlamentsmitglieder, die das Recht haben, Artikel 50 in Kraft zu setzen.

Aber was bedeutet das für den Brexit?

Es war damit gerechnet worden und Theresa May hatte bereits versprochen, den Brexit, nach in Kraft treten des Artikel 50, ins Parlament zu bringen. Jetzt muss das Unterhaus erst dem Brexit vor Artikel 50 zu stimmen.

Der ersten Reaktionen auf diese Nachrichten sind positiv und erklären den Sprung des GBP. Brexit braucht die mehrheitliche Zustimmung der britischen Abgeordneten, die von Anfang an dagegen waren.


Das 100 pip Gewackele nach dem Urteil zeigt Unsicherheit

Das sollte sich positiv auf das Pfund auswirken und könnte den GBP Paaren in den kommenden Tagen ein paar Cents mehr einbringen. Ich glaube jedoch nicht, dass der Brexit rückgängig gemacht werden könnte.

Die meisten Abgeordneten haben angekündigt, dass für Artikel 50 abstimmen werden, was nur sensibel ist, da ja die britische Öffentlichkeit dafür gestimmt hat. Daher wird jeder weitere Sprung, den wir in den kommenden Handelssitzungen/tagen sehen sollten, eine Chance sein, ein Long-Term-Verkaufssignal zu öffnen.

Andererseits könnte das ganze auch einen gefährlichen Weg einschlagen und die britische Wirtschaft in eine Abwärtsspirale bringen, falls es die Politiker auf Grund von politischen Gewinnen verbocken sollten und Artikel 50 für unbekannte Zeit aufschieben sollten.

Das wäre das schlimmste Szenario, weil es die Unsicherheit noch weiter verstärken würde und wie wir wissen, mag Geld keine Unsicherheiten. Daher wird es für den GBP nach Ende des jüngsten Retrace entweder schlecht oder schlechter werden.

Übrigens beinhaltet die Gerichtsentscheidung nicht die regionalen Regierungen, aber ich bin mir sicher, dass sie sicherlich schon bald äußern werden. Macht Euch darauf gefasst, dass Sturgeon eine weitere Abstimmung zur Unabhängigkeit Schottlands fordern wird.

Leichter Retrace beim Ölpreis

WTI Rohöhl scheint bärisch. Wie wir auf der Chart sehen können, hat es gerade unterhalb eines Doppelboden-Unterstützungslevels bei $53.20 gebrochen und versiert momentan wahrscheinlich $52.85 an. Wenn wir auf die Kerze in H1 blicken, sehen wir das, dass die bärische Tendenz stärker ist.

Am Freitag war WTI massiv bullish und legte um mehr als 100 pips gegenüber seines Eröffnungspreises bei $52.19 zu. Wir dürften also mit einem leichten Retrace des Öls auf zunächst auf $53.03 (38.2%) rechnen. Aber sobald es unterhalb dieses Levels brechen sollte, könnte es auf das Fibo Level von 52.57 (61.8%) gehen. Die Idee hier ist, WTI bei $53.15 zu verkaufen, mit einem Stop-Loss bei $53.35 und einem Take-Profit bei $52.85.

Des weiteren möchte ich anmerken, dass wir eine offene Option haben, unser Verkaufstrade verfügbar zu halten (bis die von mir oben vorgeschlagenen Target Levels von $53.3 und $52.57 erreicht werden.)

Sollen wir GBP/USD jetzt verkaufen oder auf einen besseren Preis warten?

Wir wissen, dass das britische Pfund irgendwie verdammt ist. Wir wissen, dass auf der Unterseite noch viel Raum ist, aber wir wissen nicht, wie tief es noch gehen wird.

Vielen Forextradern genügt es vielleicht, die Richtung zu wissen, um einen Trade zu öffnen, aber uns nicht; es passt nicht in unsere Tradingstrategie, weil das Risiko-/Gewinnverhältnis unsere Tradingkriterien nicht erfüllen.

Jedoch sind wir nicht mehr weit von den Levels entfernt, die ein Long-Term-Verkaufssignal dieses Forexpaars rechtfertigen würden.


Der 20 SMA ist für unseren Geschmack nicht stark genug

Wie wie man auf untenstehender Wochenforexchart ersehen kann, befinden wir uns genau über dem grauen, gleitenden Durchschnitt von 20 (20 SMA). Dieser ist zwar nicht gerade der stärkste technische Indikator, aber er bietet eine Art von Widerstand.

Dies war im November vergangen Jahres der Fall, aber der stochastische Indikator und die RSI Indikatoren gehen nach Erreichen der überverkauften Levels einige Wochen zuvor nach oben. Daher zeigt uns diese GBP/USD Periodenchart keine klares Verkaufssignal.

Lasst uns daher jetzt einen Blick auf die Tageschart werfen. Auf der GBP/USD Tageschart hat der Preis gelben 50 SMA oberhalb durchbrochen, was ein bullishes Signal ist.


Vor Erreichen des grünen 100 SMA, muss noch ganzes Stück zurückgelegt werden

Außerdem liegt der 100 SMA rund 100 pips höher und hat zuvor als starke Unterstützung fungiert. Daher warte ich lieber auf einen höheren Einstiegspreis. Aber Ihr könntet auch abwägen, jetzt zu verkaufen, falls das Eurem Risiko-/Gewinnverhältnis entsprechen sollte.

Ein weiterer Hauptgrund, warum ich zögere ist, dass kurzfristige Grundbild. Der britische oberste Gerichtshof wird morgen sein Urteil fällen, was den Brexit noch bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben ins Parlament bringen könnte.

Des weiteren hat Donald Trump gerade erst sein Amt angetreten und bereits damit begonnen, Entscheidungen zu treffen. Daher sind beide Seiten der Medaille kurzfristig grundlegend sehr unklar. Hoffentlich wird sich das Bild innerhalb von ein paar Handelssitzungen/tagen wieder aufhellen, wenn sich der Preis auf der Tagesforexchart dem 100 SMA annähert.

Bis dahin, werden die Grundlagen bessere Chancen bieten und das Risiko-/Gewinnverhältnis wäre auch viel besser, wenn der Brexit im britischen Unterhaus nicht durchgehen.

EUR/USD- Signal sieht gut aus

Gestern, nach Draghis Rede, sank EUR/USD um rund 100 pips, ohne den jüngsten Inflationsanstieg der Eurozone überhaupt in Erwägung zu ziehen. Tatsächlich wandelte es sich in eine weite USD Nachfrage, als der Buck überall zulegte, vorallem gegenüber dem japanischen Yen.

Später am Abend jedoch, begannen die meisten Hauptforexwährungen sich wieder zu erholen. Wir haben daraufhin ein EUR/USD Signal bei 1.0662 geöffnet, weil wir dachten, der Retrace wäre fast vorbei.

Der Retrace setzte sich in den darauffolgenden Stunden noch etwas weiter, bis zu 1.0692 fort, so dass ich gestern Nacht, etwas besorgt war, als ich zu Bett ging.


Die Unterseite sieht jetzt viel vorteilhafter aus als die Oberseite.

Heute Morgen sah das Bild jedoch wieder viel besser aus weil der Preis rund 40-50 pips niedriger gehandelt wurde. Insbesondere die H4 Forexchart sieht sehr verlockend aus. Wie man sehen kann, ist der stochastische Indikator überkauft und geht nach unten. Der gleitendende Durchschnitt von 200 (200 SMA) in rosa hat heute Morgen als solide Unterstützung gute Arbeit geleistet.

Momentan nähern wir uns dem Take-Profit-Target, was großartig ist. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Donald Trump heute US-Präsident wird und daher ist nichts sicher, weil der Forexmarkt Spielchen spielen könnte.

USD/JPY ? Haben wir eine weitere Chance verpasst?

Gestern haben wir unser USD/JPY Long-Term-Signal, das wir vor ein paar Tagen nahe der 114 geöffnet hatten, geschlossen und somit satte 100+ pips von diesem Forexsignal gewonnen. Obwohl der Gewinn größer hätte sein können, wenn wir es länger hätten laufen lassen.

Falls Ihr Euch noch erinnert, hatten wir das Level bei 114,40-50 bereits in unserem gestrigen Marktupdate angesprochen. Dieses diente gestern für den Großteil des Tages als Unterstützung und daher hatten wir es als mögliches Einstiegsslevel für ein weiteres Long-Term-Forexsignal markiert.

Doch der Preis gab während der Nacht nach und daher konnten wir nicht in diesen Forextrade einsteigen. Dies ist in allen Zeitcharts ein bedeutungsvolles Level; wir finden hier den 50 SMA auf der Tagesforexchart, die 100 SMA und 50 SMA auf der H4 USD/JPY-Chart und den 100 SMA auf der untenstehenden Stundenchart.

Die Käufer haben dieses Paar heute Morgen 70 pips höher gebracht, so dass diese Tradingchance jetzt in weitere Ferne gerückt ist. Doch die Stundenchart ist jetzt überkauft und die USD/JPY Bullen haben Schwierigkeiten, oberhalb des rosa 200 SMA zu brechen.

Wenn es ein Forexpaar nicht nach oben schafft, dann muss es nach unten gehen und daher warte ich immer noch darauf, dass der Preis wieder auf 11440s zurückgeht, wenn der 200 SMA Stand hält. Ein erneuter Test dieses Unterstützungslevels und ein Mißlingen dieses unterhalb zu brechen, wäre ein weiterer starker Indikator für die Oberseite.

Janet Yellen – hawkish oder dovish?

Diese Woche stehen einige wichtige Forexevents auf dem Kalender. Zwei davon liegen bereits hinter uns und morgen steht der Trumps Einzug ins Weiße Haus an.

Yellens Pressekonferenz gestern Abend war eines dieser Events. Zentralbänker lieben es heftig auf ihre eigene Währung einzuschlagen und Yellen ist da keine Ausnahme. Dennoch fanden die USD-Bullen ihre Aussagen irgendwie sehr appetitanregend.

Was war es, dass die USD-Käufer glauben ließ, sie könnten die Oberhand gewinnen?

Eigentlich war gestern nichts bullish genug, um die Aufwärtsbewegung beim USD zu rechtferigen. Natürlich hatte sie ein paar hawkishe Anmerkungen gemacht, aber nichts, was wir nicht schon davor gehört hätten.

Tatsächlich war diese Rede meiner Meinung nach etwas mehr dovish als erwartet und El-Erian von der Allianz ist der selben Meinung. Einige dovishe Aussagen sind untenstehend aufgelistet:

– Geringe Produktivität sorgt für graduelle Zinsanhebung.

– Starker Buck ist dieses Jahr ein großes Risiko für die US-Wirtschaft Strong.

– Dies könnte Protektionismus schüren.

Das sind definitive dovishe Anmerkungen und daher könnte der Grund für die USD-Bewegung der gewesen sein, dass der Forexmarkt wahrscheinlich damit gerechnet hatte, dass Yellen noch dovisher sein würde, nachdem Trump es vergangene Woche verpasst hatte, irgendein Konjunkturprogramm zu erwähnen. Oder vielleicht is das auch das Ende des Long-Term-Retrace, der 2017 begonnen hatte.

Vorsicht vor Draghster

Das übliche EZB-Treffen alle 6 Wochen (das ich völlig vergessen hatte) findet in Kürze statt. Jedoch rechnet niemand heute mit einer Änderung der Geldpolitik und daher ist das Meeting nichts, was mit Spannung erwartet wird.

Doch Draghster hält immer ein paar Überraschungen bereit und daher sollten wir uns vor ihm in Acht nehmen. Aber was können wir erwarten?

Zunächst sollten wir uns genau die Aussagen zur Inflation anhören. Gestern zeigte der Inflationsbericht der Eurozone einen enormen Sprung, eine Fortführung dessen, was wir bereits in den vergangen Monaten zu sehen bekommen hatten.

Die EZB wird die höhere Inflation sicherlich anerkennen, sie aber als nachhaltig ansehen oder werden sie erneut die selben “Warten wir es ab” Anmerkungen wiederholen? Falls sie sagen sollten, die höhere Inflation erscheine nachhaltig, dann wäre das ein Hinweis für eine baldige straffere Geldpolitik und die Euro Paare würden abheben.

Apropos Geldpolitik, – ich glaube nicht, dass sie dieses Mal irgendeine Änderung ankündigen werden. Es wird auch interessant sein zu hören, was sie zum Brexit und Trump zu sagen haben.

Wir danken Draghi für ein weiteres 100+ pips Signal

Wie in unserem vorherigen Marktupdate erwähnt, hätte das EZB Treffen heute eigentlich nichts verändern oder bewegen sollen, aber Draghster hat wieder einmal seinen Zauber auf dem Finanzmarkt vollbracht.

Er tat den jüngsten Inflationsanstieg in der Eurozone mit den höheren Ölpreisen ab. Teilweise hat er damit recht, weil es nicht nur die höheren Ölpreise waren, die die globale Inflation beeinflusst haben, sondern auch die globale Wirtschaft insgesamt, die sich im letzten Monat enorm verbessert hat.

Es hatte dieses Mal nicht viel Raum, um zu manövrieren, aber er weiß, wie man die Märkte bedient und hat es erneut getan. Falls die Inflation in den kommenden Monaten zurückgehen sollte, dann hat er sich abgesichert und kann “ich habe es Euch ja gesagt“ sagen. Falls nicht, dann wird sich die EZB für die Schritte rühmen, die sie in der Geldpolitik unternommen haben.

Nach Draghis Rede, ist der Euro wieder unten, aber der japanische Yen hat sogar noch mehr darunter gelitten. Er schoß weitere 100 Pips nach oben, nachdem der EZB-Präsident seine Rede beendet hatte und gerade haben wir unser USD/JPY Long-Term-Signal mit mehr als 100 pips geschlossen.

Natürlich ist auf der Oberseite noch mehr Raum, aber das letzte Pullback der vergangenen Wochen war einfach zu grausam und hat mich etwas erschreckt.

Jetzt suche ich nach einem weiteren, niedrigerem Kaufforexsignal, das ich öffnen kann. Vielleicht wäre 114.40 ein geeigneter Punkt, da es den ganzen Tag lang den Preis darüber gehalten hat.

Aber wir werden den Preis im weiteren Verlauf beurteilen. Wir werden sehen, wie er sich, sobald er dort angelangt ist, bei diesen Levels verhalten wird. Falls uns die Gewinnchancen zusagen sollten, dann werden wir vielleicht ein weiteres Signal öffnen, ansonsten werden wir weiterhin auf einen bessere Preis warten, wahrscheinlich 113 oder 112.50-60, dem gestrigen Tief.

NZD/USD ? Können wir auf den 20 SMA zählen?

Bevor ich gestern Nacht schlafen gegangen bin, habe ich mir noch die Charts der Hauptforexpaare angeschaut und das schwebende Signal bei NZD/ZSD stand bei 0.7196. Wenn ich mir jetzt die Forexcharts anschaue, dann sehe ich, dass der Preis auf 0.7190 zurückgegangen ist, – ein paar Pips unter dem Tief ist kein so schlechter Einstiegspunkt.

Der Hauptgrund für dieses Forexsignal war die enorme Schwäche, die wir jüngst beim USD beobachten konnten, vorallem gestern. Ich fange nicht gerne fallende Messer auf (zumindest nicht oft) und daher war es, wenn man sich gestern für den Buck entschied als ob man vor einem Güterzug stehen würde, da alle Hauptwährungspaare dies bis zur letzten Minute zu ihrem Vorteil nutzten.

Der Kauf anderer Währungen gegen den USD war daher eine vernünftige Sache. NZD/USD ist genau wie andere Paare gestiegen, aber während des kleinen Retrace, zeigte der Kiwi die größte Belastbarkeit, weil es am wenigsten an Boden verlor.


Der Retrace der vergangen Nacht sollte vorüber sein, stimmts?

Wie man auf obenstehender Stundenforex-Chart sehen kann, hängt der Preis be idem 20 SMA in grau ab; dieser ganze Bereich dient als eine Art von Unterstützung für dieses Paar.

Außerdem ist der stochastische Indikator ist überverkauft, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Aufwärtstrend sich bald fortsetzt.

Das Vielversprechendste für die NZD/USD Bullen ist, dass der nächtliche Retrace in allen Hauptforexpaaren jetzt zu Ende ist und der Preis stehen geblieben ist.

Das ist für den Buck negative, aber positive für unser NZD/USD Signal. Momentan können wir hier nichts mehr tun, außer abzuwarten bis der Forexmarkt sich wieder bewegt.

Wir können die Inflation nicht mehr verleugnen

Die Welt bettelte rund ein Jahrzehnt um eine Art von Inflation. Erst vor einem Jahr noch, stand die Eurozone am Rande der Deflation.

In der Tat sah sich die EU im vergangen März bis Juni in drei von vier Monaten mit Deflation konfrontiert. Ganz zu schweigen von Japan, das seit den späten 90igern unter Deflation leidet.

Doch in den letzten Monaten hat die Inflation weltweit angezogen. Offenkundig haben die höheren Ölpreise einen großen Teil dazu beigetragen. Jedoch auch die Weltwirtschaft hatte ihren Anteil daran, da sie sich während dieser Zeit enorm verbessert hat.


Seit Sommer 2016 hat die Inflation bemerkenswert schnell angezogen.

Der heutige EU Inflationsbericht ist ein perfektes Abbild der globalen Inflation. Sie ist von 0.6% auf 1.1% hochgesprungen, während die Kerninflation der Eurozone weiterhin nahe bei 1% blieb.

Die Inflation in Europa lag in der Vergangenheit weit hinter den Inflationszahlen der USA und Großbritannien zurück, aber jetzt holt es sehr schnell auf. Die ist ein weiteres, positives Ergebnis für Europa und die Weltwirtschaft, dennoch scheint EUR/USD heute zu schlafen. Der Forexmarkt wartet wahrscheinlich auf die heutige Veröffentlichung des US-Inflationsbericht.