Inflation steigt in Europa, aber Vorsicht vor den Euro Shorts

Hier kommt eine weitere positive Zahl aus der Eurozone, – der Erzeugerpreisindex (PPI), der im Oktober entgegen der Erwartung statt auf 0.4% auf 0.8% stieg. Mit dem Zweifachen der Erwartungen, sind das ziemlich gute Zahlen.

Jedoch noch vielversprechender ist der Trend für diese Jahr. Wie die unten stehende EU-PPI- Chart zeigt, ging der Aufwärtstrend, trotz einiger Probleme, steil nach oben. Ihr werdet vielleicht einwenden, dass die besseren PPI Zahlen an den höheren Ölproduktion liegen, – und da habt Ihr auch bis zu einem bestimmten Grad recht, besonders in der ersten Jahreshälfte. Aber seither sind die Ölpreise mit einem Preis zwischen $40/Barrel und $50/Barrel geblieben.


Der diesjährige EU PPI Aufwärtstrend war ziemlich steil

Es steckt also noch mehr dahinter. Die weltweite Investorenstimmug un Inflationserwartungen haben sich verbessert und somit der EU Binnenwirtschaft mit einer höheren Inflationsrate geholfen. Falls die besseren PPI-Zahlen der Eurozone vom Oktober zu einem höheren Verbraucherspreisindex (VPI) im November und Dezember führen sollten, dann kann er dennoch als guter Bericht angesehen werden.

Wie Ihr aus der EUR/USD Chart ersehen könnt, ist dies vielleicht kein Bericht, der den Markt bewegt, aber dennoch eine weitere Karte, die die EZB (Europäische Zentralbank) in petto hat, wenn die Zeit für sie kommt, den großen Schritt zu machen und das Ende des QE Programms bekannt zu geben, welches im Dezember sicherlich noch verlängert werden wird.

Übrigens hat Reuters vor einigen Stunden eine Umfrage veröffentlicht, in dem der Großteil der darin befragten Ökonomen der Meinung waren, die EZB werde nach Ablauf des jetzigen QE Programms im März, um weitere sechs Monate verlängern. Wie ich bereits in einer meiner Markt-Updates letzter Woche gesagt habe, solltet Ihr bei all diesen positiven Daten die Euro Shorts leid sein. An einem bestimmten Punkt werden in eine Stimmung zu Gunsten des Euros umschlagen und ich bin mir mehr als sicher, dass diese große Wende noch passieren wird, bevor die EZB entschließt, den Hahn dicht zu machen.

Wieder kommt die SNB zu unserer Rettung ? EUR/CHF

Seit ungefähr drei Wochen sind wir jetzt schon in einem EUR/CHF Trade. Wir hatten ein Long-Term Kaufsignal in diesem Paar geöffnet, als die EUR/CHF Verkäufer das Unterstützungslevel bei 1.07 mit voller Kraft attackierten. Die Verkäufer unternahmen zahlreiche Versuche, dieses Level zu durchbrechen und schafften es zahlreiche Male leicht zu durchbrechen, aber das kann nicht als wirklicher Durchbruch angesehen werden.

Sie versuchten und versuchten es drei Wochen lang, aber scheiterten jedes Mal aufs Neue. Tatsächlich schloss der Preis in der H4 Forex Chart und der EUR/CHF Tageschart sogar unter diesem Level; da er es aber nicht weiter nach unten schaffte, werden damit die Durchbrechungen aufgehoben. Gemäß den Forex Textbüchern, muss der Preis unter dem Unterstützungslevel bleiben, um als echter Durchbruch zu angesehen zu werden.

Die SNB kämpfte, wie bereits vor einigen Wochen erwähnt, dagegen an, und es scheint jetzt, als hätten die EUR/CHF Bären aufgegeben. Die Handelsspanne erhöht sich langsam wieder seit Anfang der Woche. Zunächst lag die Handelspanne dieses Paars zwischen 1.0700 und 1.20 und stieg dann am Montag auf 1.0720-50 und am Dienstag dann auf 1.0740-70.


Eine Reihe von gleitenden Durchschnitten auf der Oberseite

Der Durchbruch kam schließlich am Mittwoch Morgen, – doch nicht auf der Unterseite wie es die meisten Forex Trader es sich erhofft hatten. Der Durchbruch kam auf der Oberseite und somit zu Gunsten unseres EUR/CHF Signals. Ich will ja nicht angeben, aber ich denke, es dieses Forexsignal war ein wirklich kluger Zug von uns. Natürlich kann ist der Handel mit Devisen nie zu 100% ohne Risiko, aber das 1.07 Level war die Grenzlinie für die SNB (Schweizer Nationalbank).

Dies ist ein Level, bei dem sich die SNB nicht sicher fühlt, wenn der Preis sich zu sehr diesem Level annähert. Außerdem zeichnete die technische Analyse ein sehr bullishes Bild, weil alle Indikatoren in den meisten Timeframe-Charts überkauft wurden. Jetzt ist der Preis ungefähr 100 Pips höher und unser Signal macht guten Profit, so dass wir Dezember schon mal auf dem richtigen Fuss begonnen haben.

Natürlich sind da auch Hindernisse auf der Oberseite. Es gilt noch den gleitenden Durchschnitt von 50 (50 SMA), 100 SMA und 200 MA auf der Tageschart zu überwinden, aber ein Schritt nach dem anderen, denn schließlich gehört diese Paar nicht gerade zu den schnellsten Hauptwährungspaaren.

Levels am Donnerstagmorgen ? EUR/CHF Technische Analyse

Vor ungefähr einer Stunde gab es hier von uns ein Update zum Schweizer Franken und dazu, wie die SNB (Schweizer Nationalbank) gegen den Forexmarkt ankämpft, um EUR/CHF herunterzudrücken. Das war mehr eine fundamentale Analyse, weil wir darin den Kampf zwischen den Hauptkräften auf dem Markt analysiert haben und deshalb denke ich, dass wir auch in Form einer technischen Analyse einen Blick auf diese Forexpaar werfen sollten.

Schaut man sich die H4 EUR/CHF Chart an, kann man sehen, dass der einfache gleitende Durchschnitt von 100 (100 SMA) in rot, auf der Oberseite bei 1.0780 einen Widerstand bietet. Es hat maximal zwei Moves gemacht, da es dieses Forexpaar gestern nicht schaffte, die 1.08 zu durchbrechen und dann wieder absankt. Das wäre dann die erste, wenn auch sehr zarte Widerstandslinie.

Das am nächstenliegendste Widerstandslevel liegt natürlich bei 1.0815-20. Es war das gestrige Hoch und ich sah dort oben etwas Schwäche auf Grund der Preisbewegungen. Vielleicht ist das ein Level, bei dem die SNB einige ihrer EUR/CHF Long Positions entlässt, – das wäre somit zweite Widerstandslevel. Die 50 SMA in der Tageschart und die 200 MSA in der H4 Chart, wie Ihr darüber sehen könnt, warten dort rum, was dem Level nochmal extra Stärke gibt.


Die gleitenden Durchschnitte haben jetzt mit dem Preis gleichgezogen

Die 1.0860-70 ist ein weiteres Widerstandslevel auf der Oberseite, da es schon im April dieses Jahres ein Unterstützungslevel war. Hinzu kommt noch, der 100 einfache MA und der der 100 smoothe MA, die dort oben warten. Darüber kommt das Level mit 1.0900-10, wo man die 50 SMA in der wöchentlichen Forexchart sehen kann. Und dann schließlich noch 1.0960, der das ganze Jahr hindurch der stärkste Widerstand war und wo wir die 200 SMA auf der Tageschart finden.

Der Preis in diesem Forex Paar steigt und daher sind die Widerstandslevels so wichtig, um mögliche Ausstiegspunkte auszumachen. Wir brauchen aber auch Einstiegspunkte für den Fall, dass es einen Rückgang geben sollte. Das wären also die naheliegendesten Unterstützungslevels für EUR/CHF, für all diejenigen, die die nordwärts Levels verpasst haben.

Das naheliegendste Level kommt bei 1.0760, was das Tief seit gestern darstellt und wo die 20 SMA auf der H4 Chart liegt. Das Level bei 1.0740-50 war im letzten Monat für einige Wochen das Hoch und wird daher etwas Unterstützung beim Weg nach unten bieten. 1.0720 ist ein weiterer ehemaliger Widerstand, aber die Unterstützungslevels darunter bei 1.07 und 1.0680s müssen auch in Betracht gezogen werden. Das sind die letzten Unterstützungslevels und wenn diese verschwinden, dann wartet ein großer Knall auf uns, – entweder eine SNB Intervention oder ein Flash-Crash wie die, die wir in den vergangenen zwei Jahren schon häufiger gesehen haben.

Ein weiterer Tag und ein weiteres Anzeichen, dass die Wirtschaft der Eurozone in die richtige Richtung geht

Die Wirtschaft der Eurozone erlebt seit der weltweiten Finanzkrise 2008 eine Depression. Das dauert nun schon so lange, dass wir uns schon fast daran gewöhnt haben. Doch seit Kurzem hat sich die Situation erheblich verbessert und wir gewöhnen uns langsam daran, jetzt wieder positive Wirtschaftszahlen von der EU zu sehen.

Die heutigen Zahlen der Eurozone sind ein weiterer Beweis dafür, dass die EZB Geldpolitik zu funktionieren scheint. Heute werde die Produktionszahlen für November veröffentlicht, was bereits geschehen ist, und wir können sagen, dass es, angesichts der Vergangenheit, wenn auch nicht großartig, so doch aber ziemlich gut aussieht.

Im Oktober blieb die Fertigungsproduktion in Deutschland und der gesamten EU stabil, obwohl die untenstehende EU 27 Produktionschart zeigt, dass der Trend trotz des stetigen Wachstums ziemlich stark ist. Bei den EU27 Zahlen ist hervorzuheben sind die Neubestellungen, die auf 54.4 PMI hoch sprangen. Das ist das absolute Hoch in den letzten drei Jahren, – die Zukunft scheint also ziemlich rosig auszusehen! Denkt daran, dass ein Sprung in den Neubestellungen bedeutet, dass die Produktion in den kommenden Monaten steigen wird.


Ein steiler Aufwärtstrend in der EU Produktion in diesem Jahr

Die anderen großen EU Mitgliedsstaaten (Frankreich, Italien und Spanien) haben die Erwartungen ebenfalls erfüllt, – mit Spanien an der Spitze. Überraschend, nicht wahr? Spanien ist dem Durchschnittsbürger durch seinen Tourismus, seine Strände und seine Landwirtschaft bekannt, – doch Spanien hat eine beachtlichen Produktionssektor vorzuweisen. Zara ist ein spanisches Unternehmen und der größte Produzent und Vertreiber von Bekleidung weltweit, weshalb die Mode, -und Lebensmittelindustrie in Europa nicht unterschätzen sollte.

Ein weiteres positives Anzeichen ist der 0.2% Rückgang bei der Arbeitslosigkeit in der EU. Sie fiel von 10% auf 9.8%, was zwar immer noch hoch ist, aber immerhin bewegt sie sich schon mal in die richtige Richtung. Der Euro ist heute weitaus besser dran, fühlt sich aber noch schwach.

Ich habe gestern das Gerücht gehört, die EZB plane, ihr QE Programm auszuweiten und zu erhöhen. Ich weiß nicht, was an diesen Gerüchten dran ist, aber falls sie stimmen sollten, dann wäre das ein riesiges bärisches Event für den Euro und die Europaare, da der Markt mit einer baldigen strafferen Geldpolitik rechnet.

Durchwachsene Zahlen am heutigen Morgen

Die Wirtschaftsdaten waren heute Morgen rund um den Globus irgendwie durchwachsen, obwohl es meiner Ansicht nach leicht ins Positive tendiert. Wenn Ihr Euch den Wirtschaftskalender anschaut, könnt Ihr am heutigen Morgen vier rote und vier grüne Datenveröffentlichungen. Doch die grünen Zahlen sind etwas wichtiger als die roten Zahlen und daher denke ich, dass die Zahlen eher in eine positive Richtung tendieren.

Großbritannien öffnete in den frühen Morgenstunden mit negativen Verbrauchervertrauenszahlen, gefolgt von einer weiteren roten Zahl bei der japanischen Industrieproduktion. Obwohl es nicht negativ war, d.h. dass es immer noch einen Produktionszuwachs im Oktober gab, hat es dennoch die Erwartungen nicht erfüllt, so dass wir es bei den bösen Akten (negative Daten) einräumen können.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt schien es, dass es ein dunkler und regnerischer Tag werden würde, als die australischen Baugenehmigungsdaten im Oktober eine Abnahme von 12.6% zeigten. Doch dann zeigten die Kredite in der Privatwirtschaft eine Verbesserung und gleicht somit die Abnahme der Baugenehmigungen wieder aus.

Die Baubeginnzahlen Japans folgten den Fußstapfen der australischen Kreditwirtschaft mit einem Zuwachs von 13.7% in diesem Jahr. In Europa macht der höhere Konsumindex den Misserfolg des Schweizer Wirtschaftsbarometer wieder gut.

Weiter auf der positiven Seite ist, erfüllte die vorläufige Verbraucherpreisinflation (VPI) die Erwartungen, obwohl sie flach blieb. Der deutsche Einzelhandelsumsatz stieg diesen Monat um 2-4%, was eine großartige Zahl ist und angesichts der Tatsache, dass dies nach einer Abnahme von 1.5 im vorherigen Monat kommt, macht es noch besser.

Das sind also die bisherigen Zahlen. Doch die schwere Artillerie kommt erst nach dem OPEC Treffen, den US ADP Zahlen und natürlich nach Draghi. Schnallt euch also an!

Mittwochmorgen Levels ? EUR/USD

Seit wir uns zu Beginn vergangener Woche die EUR/USD Unterstützung-/Widerstandslevels angeschaut haben, hat sich seither einiges getan. Die große US-Gebrauchsgüterbestellung schickte die USD Paare letzten Mittwoch um 100 pips höher/niedriger, je nach USD Seite in den respektiven Paaren. Am Montagmorgen sahen wir dann eine Verknappung des USD, der aus dem Nichts kam.

Vielleicht war Fillons Sieg in der französischen konservativen Partei ein weiterer Grund dafür, aber mir schien es mehr nach reiner Gewinnauszahlung. Übrigens, hatten wir euch ja davor gewarnt, dass das EUR/USD Ünterstützungslevel bei 1.0520 ein großes Level werden würde, – also bitte schön! Aber lasst uns mit den Levels bei EUR/USD weitermachen.


Die technischen Levels sind auf der H4 Chart klarer

Wie Ihr aus der EUR/USD H4 Chart ersehen könnt, ist das 1.0650-60 Level, das zuvor ein Unterstützungslevel war, zu einem soliden Widerstandslevel geworden. Das wäre also das erste Level, das es an der Oberseite zu Überwinden gilt. Wenn die EUR/USD Käufer es darüber pushen können, dann würden wir ein Level bei 1.0700-10 zu sehen bekommen. Dies war eine leichte Unterstützung auf dem Weg nach unten, aber der einfache gleitende Durchschnitt von 100 (100 SMA) in grün auf derselben Forexchart macht dieses Level jetzt ziemlich wichtig.

Wenn Ihr zur Tagesforexchart wechselt, ist der naheliegendste technische Indikator die 20 SMA in grau bei rund 1.0750-60. Der gleitende Durchschnitt weiter oben in den Timeframe-Charts reagiert ziemlich langsam und daher denke ich, dass die 20 SMA noch einige Tage dort oben bleiben werden. Das wäre also ein drittes dezentes Widerstandslevel bei 1.0750-60.

Es besteht also kein Zweifel, dass das letzte Level im Bereich von 1.08 bleibt. Es hat fast das ganze Jahr über den Preis darüber gehalten und wird nun das Gegenteil versuchen, weshalb es die Grenzlinie ist. Bleibt es unter 1.08, sind die EUR/USD Verkäufer sicher und zielen schon bald auf 1.0520. Geht es doch darüber, wird der Teufel los sein, weil alle Verkäufer panisch ihre EUR/USD Trades schließen werden.

Das naheliegendste Unterstützungslevel liegt bei 1.0620-30, gefolgt von 1.06 und 1.0580. Das erste halbwegs vernünftige Unterstützungslevel liegt bei 1.0550-60, dem Tief dieser Woche. Und dann wäre da ach noch der Elefant im Porzellanladen bei 1.0520.

Es werden heute Nachmittag einige wichtige US Wirtschaftsdaten veröffentlicht, doch das einzige, was den Preis unter dieses Level treiben könnte, ist die Rede von Draghi in der Business School in Madrid. Ich denke nicht, dass er über irgendetwas wichtiges sprechen wird, aber ich bin mir sicher, dass man ihm Fragen zur EZB Geldpolitik stellen wird. Falls das 1.0520 Level Flöten geht, wird auf der Unterseite der Teufel los sein und ich kann beim besten Willen keine Unterstützungslevels für den Fall finden, dass das geschehen sollte.

Vorsicht vor dem Flow am Monatsende

Heute ist es wieder soweit, – es ist der letzte Novembertag und der Flow am Monatsende ist noch voll im Gange. Fast hatte ich es vergessen, aber der Devisenmarkt vergisst niemals etwas. Die heutigen Bewegungen der meisten Forexpaare wirken ziemlich irrational und das gleiche war auch schon gestern der Fall. Der USD hatte gestern, trotz des großartigen US BIP in Q3, an Boden verloren, so dass der Markt einen nichts vergessen lässt.

Dann kam es heute Morgen zu einem weiteren Vorfall. GBP/USD versuchte sich vor einigen Stunden auf der Oberseite, als der Preis erstmals nach dem großen Fall, einige Male über das Level von 1.25 stieg. Doch vor einigen Stunden machte der Preis plötzlich eine brutale Kehrtwende. Es steht weder etwas auf dem Wirtschaftskalender, noch kann ich irgendwelche devisenrelevante Ereignisse in auf den Finanzwebseiten sehen.

Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu, – der Flow am Monatsende. Wir hatten bereits mehrmals erwähnt, dass internationale Unternehmen und sonstige Organisationen ihr Zahlungen und Überweisungen am letzten Tag eines jeden Monats, seit kurzem an den letzten Tagen des Monats, tätigen.


Die große rote Kerze auf der GBP/USD 1-Minuten Chart erzählt die ganze Geschichte

Das ist es also, was mit den GBP Paaren geschehen ist. GBP/USD hat ungefähr 100 Pips innerhalb einer Stunde verloren; doch besonderes Augenmerk verdient der Rückgang von 50 Pips innerhalb einer Minute. Das sagt viel über die Natur des Cash-Flows am Monatsende aus. Eine Institution in Großbritannien tätigt eine riesige internationale Zahlung, und schon löst sich die ganze harte Arbeit der GBP Bullen einfach so in Luft auf. Das ist die Welt des privaten Devisenhandels.

Tatsächlich begann diese GBP Bewegung beim EUR/GBP Paar, so dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die britische Regierung ihren monatlichen Beitrag an die EU bezahlt hat. Der monatliche Beitrag, den Großbritannien an die EU zahlt, war einer der Hauptgründe für den Brexit-Sieg. Ich denke aber, dass ihre Beitragszahlungen auch nachdem Großbritannien aus der EU austritt, abreißen. Übrigens halten wir die Short-Term-Signale heute gering, um den Gewinn, den wir in diesem Monat bisher gemacht haben, nicht zurückzugeben.

Großartige Zahlen aus den USA, aber Reaktionen auf dem Markt bleiben aus

Der heutige Tag startete mit ziemlich öden Wirtschaftsdaten. Wie in unserem ersten Markt-Update von heute bereits erwähnt, waren die Wirtschaftsdaten in den frühen Morgenstunden aus Großbritannien, Japan und Australien negativ, wurden dann im Laufe des Tages jedoch besser, besonders nachdem der deutsche Einzelhandelsumsatz einen ordentlichen Sprung gegenüber dem Vormonat machte.

Das schwere Geschütz kommt aber noch. Die Änderung bei den amerikanischen ADP Beschäftigungszahlen exklusive Landwirtschaft, die Einnahmen und Ausgaben der USA, der kanadische BIP Bericht und Draghi waren für heute Nachmittag vorgesehen. Die meisten Daten im Wirtschaftskalender wurden jetzt veröffentlicht und die Tendenz ist klar positiv.

Die Erwartungen für das kanadische BIP lagen bei 0.1%, sprangen jedoch auf 0.3%. Das nimmt der BOC (Bank of Canada) eine große Last von den Schultern. Die kanadische Wirtschaft hat begonnen sich zu erholen, nachdem sie sich in der ersten Jahreshälfte viele Monate in der Rezession befunden hatte.

Die Wirtschaftsdaten aus den USA waren ebenfalls sehr positiv. Die ADP Beschäftigungszahlen zeigten einen Sprung von 216000, d.h. 216000 US-Staatsbürger fanden im November eine Anstellung und übertraf somit die Erwartungen bei weitem. Aber noch wichtiger ist hier, dass die große Veröffentlichung der Beschäftigungszahlen am Freitag wahrscheinlich auch beeindruckend sein werden.


Der US-Arbeitsmarkt befindet sich relativ auf dem denkbar besten Platz

Der für den Freitag erwartete Regierungsbericht zu den Beschäftigungszahlen exklusive Landwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die USD Paare, so dass die heutigen Beschäftigungszahlen die USD Käufer eigentlich aus den Stühlen hätte reißen sollen. Aber die Reaktionen der USD Paare blieben aus. Der Buck hat begonnen sich weiterzubewegen, wenn auch eine Stunde zu spät, aber das könnte auch am Cash-Flow am Monatsende liegen.

Bei Betrachtung der Komponenten des amerikanischen ADP Beschäftigungsberichts, sehe ich, dass alle gestiegen sind, von Dienstleistungs,-Bau und Handelsunternehmen bis hin zu kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen. Lediglich die Produktion bleibt weiterhin der einzige Vorbehalt.

Das war aber noch nicht alles, – das Privateinkommen stieg um 0.6%, während der Konsensus bei 0.4% stand. Die Konsumzahlen konnten die Erwartungen mit 0.2% nicht erfüllen, doch die Konsumzahlen des Vormonats wurden um 2 Punkte nach oben korrigiert und gleichen somit die Zahlen dieses Monats aus. Das US-Privateinkommen im Oktober wurde ebenfalls nach oben korrigiert, was ein weiterer positive Indikator ist. Denn schließlich werden die Menschen wieder mehr ausgeben, wenn sie mehr verdienen.

Draghi hat gerade ein paar positive EU Daten verpasst

Der Präsident der EZB (Europäischen Zentralbank), Draghi, war gestern im Europäischen Parlament, um Fragen zur Eurozone zu beantworten. Ehrlich gesagt, hatte ich erwartet, dass die Euro Paare während oder nach seiner Rede irgendein Lebenszeichen von sich geben würden, aber sie zeigten keinerlei Reaktion.

Es fühlte sich eher wie ein Freitagabend an, wenn die Märkte ziemlich tot sind. Draghi ist dafür bekannt, für Chaos auf dem Devisenmarkt zu sorgen, wenn die EZB einen niedrigeren Euro braucht; aber er ist auch bekannt dafür, während seiner Reden nicht zu sagen, wenn die EZB eine Verbesserung in der wirtschaftlichen Situation sieht.

Ich schätze mal, Draghi hat sich gestern für die zweite Möglichkeit entschieden. Das bedeutet, dass die EZB nicht so pessimistisch ist wie noch vor einigen Monaten. Die Wirtschaftsdaten der Eurozone von heute morgen ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Wirtschaft der EU weiter erholt ud die EZB daher nicht so unruhig ist wie noch vor sechs Monaten.

Der französische Konsumverbrauch hat die Erwartungen mit einem schönen Sprung von 0.9% im Oktober, um ein dreifaches übertroffen. Das ist für die Eurozone besonders positiv, weil dies bereits der zweite Monat in den letzten drei Monaten ist, in dem der Verbrauch gestiegen ist und somit den Abwärtstrend des vergangenen Sommers umkehrt.

Die spanische Inflation (CPI) hat sich diesen Monat ebenfalls gut gehalten, während die deutschen Importpreise um 0.9% stiegen. Die Inflationszahlen der deutschen Bundesländer werden gerade veröffentlicht und zeigen, dass manche Bundesländer die Erwartungen nicht erfüllt haben. Bleibt abzuwarten, wie die bundesweiten Inflationszahlen aussehen werden.

Übrigens, – Draghi hätte es sicherlich geliebt, wenn er die Zahlen von heute morgen schon 24 Stunden zuvor hätte vorzeigen können, um sie dem Europäischen Parlament unter die Nase zu halten und damit angeben zu können, was für ein Wirtschaftsgenie er doch ist.

Verdammte britische Hypotheken

Die Überschrift klingt so, als hätte jemand gerade nicht seine monatliche Hypothek/Kredit zurückbezahlt. Ich weiß noch, wie sehr ich es gehasst habe, als ich meinen Kredit, den ich von der Cooperative Bank vor rund 15 Jahren aufgenommen hatte, bezahlen musste.

Doch mit der Beschimpfung meinte ich den gegenwärtigen Zuwachs von Hypotheken in Großbritannien. Die Hypothekenbewilligungen in Großbritannien sind im Oktober um 3.6000 gestiegen, die Nettokreditvergabe stieg um 0.2 Milliarden im Gegensatz zum Vormonat und die M4 Geldversorgung war 1.1% höher als vergangen Monat, was den Rückgang des Vormonats umkehrt.

Zu Ihrer Information, – die M4 Geldversorgung beinhaltet das gesamte Bargeld, das in der Binnenwirtschaft in Form von GBP Banknoten und Münzen im Umlauf ist, einschließlich kurzfristiger Einlagen, die so gut wie Bargeld sind.

Eine steigende Geldversorgung bedeutet erhöhten Konsum; desto mehr Bargeld, die Menschen in der Tasche haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie es ausgeben. Das ermutigt Unternehmen, mehr zu investieren, was der Wirtschaft hilft und folglich zu einer höheren Inflation führt. So steht es in den Textbüchern, aber in der Realität läuft das nicht so klar Punkt für Punkt ab, besonders im Fall von Großbritannien, wo der Brexit gerade an die Tür klopft.


Ich habe noch nie gesehen, dass der Kreditbericht den Markt so bewegt hat

Dennoch sind die GBP Paare nach der Veröffentlichung um 50-60 Pips höher. Das ist wirklich merkwürdig, weil diese Art von Wirtschaftsdaten den Devisenmarkt in der Regel im besten Fall um wenige Pips bewegen. Es zeigt aber, wie unruhig der GBP Markt momentan ist. Die Irrungen und Wirrungen, die wir beim Brexit bisher gesehen haben, lassen den Markt im Unklaren, so dass die Forex Trader versuchen, aus nichts etwas zu machen, um zu versuchen, die nächste Bewegung herauszufinden.

Wir haben ein GBP/USD Signal geöffnet bevor der Kreditbericht des Vereinigten Königreichs veröffentlicht wurde und der Preis auf der täglichen Forexchart unter dem gleitenden Durchschnitt von 200 lag, weil ich davon ausgegangen bin, dass diese Daten keine Auswirkungen auf die GBP Paare haben würde, wie das sonst der Fall ist. Aber was geschehen ist, ist geschehen und dieses Forexsignal ist verraucht. Tja, es ist ein hartes Spiel, in dem aus allen Ecken Hindernisse lauern, sogar Berichte, die den Markt bisher nicht einmal um ein Pips verändert haben.