USD/JPY – 115, ein Level für Erfolg oder Scheitern?

USD/JPY hat sich im letzten Monat seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten einen epischen Kampf geliefert. Einen Anstieg von 14-15 Cent kann man einfach nicht ignorieren.

Es ist beeindruckend, aber das wichtigste bei diesem Forexpaar ist, dass der Anstieg um 15 Cent auf einen stetigen, steilen Abwärtstrend während des gesamten Jahres folgt, was bedeutet, dass sich die Marktstimmung jetzt verändert hat. Der gestrige Sprung von rund 113 nach dem EZB Treffen, ist ein weiteres Anzeichen, dass der Forexmarkt bei diesem Forexpaar „long“ ist.

Dennoch, das große Widerstandslevel bei 115 ist nicht durchbrochen worden. Der Preis ist dort oben mehrmals gescheitert und jetzt nähern wir uns diesem Level erneut. Wir wissen, dass desto mehr der Preis bei einem Level fällt, desto stärker wird dieses Unterstützungs-/Widerstandslevel, – und in der Tat rufen einige Forextrader hier nach einem Hoch.


Die USD/JPY technische Analyse schreit nach Verkaufen

Ich weiß nicht, ob das wirklich das Hoch sein wird, weil sich die Stimmung nach unten verschoben hat, aber ein dezenter Rückgang wäre möglich, falls die USD/JPY Käufer es erneut nicht schaffen sollten, das Level von 115 zu durchbrechen. Wie wir aus der Wochenchart ersehen können, fällt der einfache gleitende Durchschnitt von 100 mit diesem Level zusammen, so dass dies ein weiterer bestärkender technischer Indikator.

Wir haben jetzt ein heißes Eisen in Händen, – sollen wir der technischen Analyse glauben und ein Long-Term Forexsignal öffnen oder sollen wir den Preisbewegungen folgen, die sich auf der Unterseite sehr schwer tut? Entscheidet selbst und entscheidet euch schnell, denn ein heißes Eisen kann man nicht zu lange in der Hand halten. Eine Seite des Marktes wird früher oder später aufgeben, entweder die Verkäufer oder Käufer.

Die EZB erweitert das QE, der Euro hat eine 200 Pips Rundreise zurückgelegt

Der Forexmarkt ist endlich wieder von den Toten auferstanden, genau wie ich. Ich hatte gestern Nacht eine leichte Lebensmittelvergiftung und deshalb sollte ich in Zukunft besser darauf achten, was ich esse. Der Euro ist vor zwei Stunden um rund 100 Pips angestiegen und fiel ziemlich schnell danach wieder um 200 Pips, was ein Zeichen dafür ist, dass die EUR/USD Rally wahrscheinlich vorbei ist.

Ich schätze der Markt hat auf die EZB gewartet, weil diese seit Montag ziemlich ruhig war. Jetzt hat die EZB eine Mitteilung und Ihre Zinsentscheidung veröffentlicht, während EZB- Präsident seine Rede hält. Der Markt hatte auf dieses Treffen gewartet, weil Gerüchte im Umlauf waren, die EZB würde das QE Programm ändern, weil die Wirtschaft der Eurozone jetzt besser ist als noch vor 6 oder 112 Monaten.

Die EZB hat sich in der Tat mit dem QE Programm befasst: sie haben beschlossen, die monatlichen Käufe von 80 Milliarden nur noch für wenige Monate beizubehalten, was der Grund für den Anstieg der Europaare um 100 Pips war. Ich schätze mal, die Roboter haben nur die Schlüsselwörter „wenige Monate” aufgeschnappt und dementsprechend agiert.

Doch der Anstieg ging innerhalb weniger Minuten wieder zurück, weil konservative Trader wie wir es sind, das gesamte Bild im Auge haben und gesehen haben, was auch die meisten Forex Analysten bereits vorab erwartet hatten. Der monatliche Kauf von Vermögenswerten wird danach 60 Milliarden betragen und so lange andauern, bis sie ihr Ziel erreicht haben oder es für vernünftig erachten.

Gerade erst hat Mario Draghi bekannt gegeben, dass die EZB darüber berät, ob sie das QE bei einer Milliarde pro Monat halten soll. Außerdem sagte er, sie könnten Vermögenswerte unter dem Einlagenzinsssatz kaufen, was ein weiteres bärisches Signal ist. Alles in allem, ist dies eine gemässigte Aussage seitens der EZB, weil es die Zentralbank für lange Zeit ins Bild setzt.

Draghi hat gerade gesagt, dass die Zielsetzung einer Inflation von 1.7% bis 2019 (was eine Vorhersage ist), nicht erfüllt werde. Ich denke also mal, dass sie weiterhin mindestens noch einige Jahre auf dem Markt bleiben werden. Das bedeutet nur eins, – verkauft den Euro.

Wir haben geduldig abgewartet, aber unsere Pips vom EUR/CHF Signal erhalten.

Wir haben es verpasst, während des Anstiegs ein Verkaufssignal bei 1.0870s zu öffnen, aber wir haben einen netten Profit von 160 Pips bei unserem EUR/CHF Signal rausholen können. Wir hatten auch erfolgreiche Short-Term Signale, – ein EUR/USD Signal und ein USD/JPY Signal, welche das TP-Target während des Anstiegs erreichten. Übrigens gibt es als nächstes ein Update zu den Levels, bei denen man EUR/USD jetzt verkaufen könnte.

EUR/USD Technische Analyse

Ok, uns ist gerade eine großartige Gelegenheit entgangen, EUR/USD zu verkaufen, – verdammt! Der Preis in diesem Währungspaar gleitet schon seit Wochen ab und deshalb warte ich schon seit Mitte November auf einen Pullback. Der Anstieg in den letzten paar Tagen hat mich bereits wachsam gemacht und der heutige Anstieg war die perfekte Gelegenheit, um ein Long-Term Forexsignal zu öffnen.

Aber der Anstieg geschah so schnell; EUR/USD schoss innerhalb weiniger Minuten um 100 Pips höher und bevor die Forextrader überhaupt begreifen konnten, was los ist, sank der Preis auch schon um das zweifache. Ich habe versucht ein Verkaufssignal für EUR/USD zu öffnen, als der Preis wieder auf 1.08 war, aber mein FX Broker gab mir ständig neue Requotes und diese riesigen Abweichungen gefielen mir nicht.

Dieser Trade ist uns also durch die Lappen gegangen und vielleicht werden wir sogar nicht einmal mehr eine weitere Chance bekommen, dort einzusteigen, es sei den Ihr wollt 250-300 Pips riskieren und ein miserables Risiko-/Gewinnverhältnis erhalten, was meinen Tradingkriterien nicht entspricht, weil es nicht in meine Tradingstrategie passt. Jedoch ist bei Forex nichts in Stein gemeißelt, – lasst uns also mal einen Blick auf die Levels werfen, die uns eventuell davon überzeugen könnten, bei diesen Levels doch noch einzusteigen.

Wie wir bereits in unserem vorherigen Update erwähnt hatten, gab es heute ein bärisches Statement seitens Draghi und der EZB. Sie werden, entgegen der Vorhersagen des Marktes, wahrscheinlich noch lange aktiv bleiben. Das ist für den Euro bärisch, während die Situation beim USD, wie wir wissen, hawkish ist; die FED wird diesen Monat die Zinsen erhöhen, Trump wird bald Präsident sein und mit ihm ein neuer Konjunkturplan eingeführt werden.

Wo könnte man also den Euro verkaufen?


Die EZB war das Risiko-Event für EUR/USD Verkäufer, aber jetzt ist dieses Event zu Ende und ging sehr zu Gunsten der Verkäufer aus. Das einzige Problem für Devisenhändler stellt sich jetzt beim Eingangspunkt.

Wir hängen bei den niedrigen 1.06 herum, so dass der erste ordentliche Widerstand nicht vor 1.08, da wo der Preis vor der EZB lag, kommt. Das wäre jetzt, da wir den Plan der EZB kennen, ein großartiger Punkt, um zu verkaufen. Die Frage ist nur, wird der Preis in naher Zukunft so weit steigen?

Doch so weit wäre das gar nicht und nach den heutigen Preisbewegungen können wir das Level zwar sehen, aber 1.0700-50 wäre ein vernünftigeres Level. Falls EUR/USD ein ordentliches Pullback von dem 250 Pips Rückgang vollziehen würde, dann könnte 1.08 während der letzten Börsensitzungen noch zu erreichen sein, – und wir könnten verkaufen.

Wenn der Pullback jedoch länger dauern sollte, dann müssten wir bei den niedrigeren Levels um 1.0700-50 nach einem Einstiegspunkt suchen. Falls der Preis weiterhin dort bleiben oder hoch gehen sollte, werden die technischen Indikatoren überkaufte Levels erreichen bevor wir 1.08 erreichen können, weshalb man auf die niedrigeren Levels schauen sollte.

Der Einstiegspunkt und das Level hängen also von der Preisbewegung der nächsten paar Sitzungen ab, aber ich versuche jetzt bei niedrigeren Levels zu verkaufen, die vor der EZB noch bei 1.09 oder 1.10 lagen. Auf jeden Fall, werde ich euch auf dem Laufenden halten.

P.S. Wir haben mit unserem EUR/CHF Long-Term-Signal einen schönen Profit gemacht und der Preis sinkt jetzt bei diesem Paar. Falls das so weiter geht, werde ich vielleicht ein weiteres Signal bei einem Level von 1.0720-40 öffnen.

Das EUR/CHF Signal marschiert nach oben ? Technische Analyse

Bestimmt habt Ihr bereits gesehen, dass wir vor zwei Wochen in unserem Long-Term Signalen, ein Kaufsignal für EUR/CHF geöffnet hatten. Dieses Paar hat unsere Nerven auf die Probe gestellt, weil es rund eine Woche gebraucht hatte, um sich zu bewegen und aus der tighten Spanne im unteren 1.07 herauszukommen, aber schlussendlich hat es sich angefangen zu bewegen.

Das erste Anzeichen, dass dieses Währungspaar früher oder später ansteigen würde, gab es vor mehr al seiner Woche, als die SNB (Schweizer Nationalbank) nahe bei den 1.07 eingriff. Wir hatten in dieser Zeit ein Update dazu gepostet. Es begann sich also zu bewegen und erreichte dann letzte Woche zu einem bestimmten Zeitpunkt 1.0817.

Wir haben uns darüber gefreut, da somit unser EUR/CHF Signal mit fast 100 Pip im Gewinn lag, doch das italienische Referendum am Sonntag, hat die Preise wieder ins Schwanken gebracht, da Forex Trader versuchten, bei den Safe-Haven Währungen nach Sicherheit zu suchen. Es rutschte wieder unter 1.07, doch dann erschien die SNB wieder auf der Bildfläche. Sie begannen bei 1.07 zu kaufen, was für die SNB die rote Linie ist.

Unterstützung bekam die SNB auch noch von der Marktstimmung, die sich innerhalb weniger Stunden um 180 Grad drehte und EUR/USD um rund 300 Pips nach oben schickte. Der Schwanz des Hundes, das EUR/CHF Paar, folgte dem Hund, dem EUR/USD Paar, und am Ende des Tages war unser Forexsignal damit mehr als 100 Pips im Profit.


Der 200 SMA bat heute morgen Unterstützung.

Der Preis ging in der Nacht zurück, aber der einfache gleitende Durchschnitt von 200 (200 SMA) auf der H4 EUR/CHF Chart hielt den Preis oben und die Käufer drücken den Preis gerade immer noch nach oben. Auf dieser Zeitverlauf-Chart erscheint das Bild ziemlich bullish, aber auf der Tageschart können wir sehen, dass die Oberseite, gemäß der technischen Analyse, nicht so leicht sein wird.

Die einfachen und glatten gleitenden Durchschnitte von 100 stellen eine erhebliche Hürde auf der Oberseite dar.

Der grüne 100 SMA und der rote glatte MA befinden sich genau darüber und müssen erst überwunden werden, bevor der 200 SMA anversiert werden kann, die rund 200 Pips höher stehen. Mein bevorzugtes Take Profit Target liegt bei 1.0950 bis 1.10, aber falls der Preis es in diesem Bereich zu schwer haben sollte, könnte es sein, dass wir diese Forexsignal schließen und warten, dass es zurükgeht, bevor wire in weiteres Long Term Signal für EUR/CHF öffnen.

GBP/USD nicht vergessen!

Wir haben uns dieses Währungspaar in letzter Zeit schon einige Male angeschaut und auch eine technische Analyse für GBP/USD in unserer monatlichen Zusammenfassung durchgeführt. Zu unserer Verteidigung, der Preis bei GBP/USD nähert sich einigen wichtigen Long Term Levels, wir können es daher kaum erwarten, hier endlich ein Forexsignal zu öffnen.

Lasst uns zunächst aber erst einen kurzen Blick auf auf die Levels werfen, die der Wendepunkt sein könnten.


Wird der 20 SMA das GBP/USD Paar umkehren?

Auf der GBP/USD Wochenchart kann man in grau sehen, dass der Preis genau unter dem einfachen gleitenden Durchschnitt von 20 (20 SMA) liegt. Das war in der Vergangenheit bisher kein stabiles Unterstützungs-/Widerstandslevel, aber wenn man ganz weit links schaut in der Forexchart schaut, kann man sehen, dass es letztes Jahr ein paar Mal Unterstützung und Widerstand geboten hat.

Normalerweise würde ich dem 20 SMA nicht allein auf Grundlage vergangener Unterstützung und Widerstand trauen, weil das einfach zu schwach wäre. Aber in unnormalen Zeiten, wenn der Trend (Abwärtstrend in unserem Fall) so stark ist, kommen die gleitenden Durchschnitte des kleineren Zeitverlaufs ins Spiel und übernehmen die Arbeit der MAs im höheren Zeitverlauf.

Außerdem ist der stochastische Indikator wirklich überkauft, was die Chancen für eine Wende erhöhen. Auf Grund dieses Bild in der Wochenchart, kann ich es gar nicht mehr erwarten, hier ein Long Term Signal zu öffnen.


Der nächste MA ist 300 Pips niedriger, wenn Ihr darauf abzielt

Beim Wechsel zur Tagechart ist die technische Analyse sogar noch bärischer. Hier sind sowohl Stochastik als auch RSI überkauft und der Preis liegt genau unter 100 SMA in grün. Das sind also schon zwei Zeitverlaufs-Charts, die nur so nach “Verkaufen“ schreien. Der Preis könnte jetzt noch umkehren und die nächste Etappe unten starten, welcher wahrscheinlich unter 1.20 enden könnte, aber ein Trade von 300 Pip ist wie die Tageschart es zeigt, absolut machbar.

Der nächste, ordentliche gleitende Durchschnitt, der die Wende (falls sie passieren sollte) stoppen könnte, liegt bei 50 SMA in gelb, aber das sind rund 300 Pips weniger, so dass selbst wenn das Szenario eines Abwärtstrends scheitert, liegt ein Profit von 300 Pips gar nicht so schwer zu erreichen.

Der Brexit Prozess ist an den höchsten britischen Gerichtshof gegangen und wir haben keine Ahnung, in welche Richtung es gehen wird. Wie ich bereits in einem meiner gestrigen Updates sagte, ist die Richtung von GBP unklar, egal welche Entscheidung der Gerichtshof fällen wird. Also ja, es ist gefährlich, aber das ist eben Forex.

Ohne Fleiß, keinen Preis. Vielleicht werde ich auf den Abzug drücken oder vielleicht auch nicht und mir somit eine Chance entgehen lassen, – aber es könnte eine Trading Idee für Euch sein, und den Preisaktionen nach zu urteilen, die es bei jedem Versuch oben täglich zunehmend immer schwerer haben, scheint nicht mehr viel Zeit zu bleiben, bis die Abwärtswende eintritt.

Europa ist bereit für den Brexit

Es scheint, dass Europa für den Brexit bereit ist und nur noch darauf wartet, dass die andere Seite eine Entscheidung trifft. Falls der oberste Gerichtshof in Großbritannien entscheiden sollte, den Brexit fortzuführen, dann werden sich die beiden Seiten schon bald am Verhandlungstisch wiederfinden. Sollte das Gericht jedoch gegen die britische Regierung entscheiden, weiß keener, wie lange das britische Parlament brauchen würde, um eine Entscheidung zu fallen.

Jedenfalls wartet die EU jetzt ab und hat bereits ihre Prioritäten klar gemacht. Der EU/Brexit Verhandlungsführer hat heute morgen als erster nochmals die Grundpfeiler der EU dargelegt, um die Briten nochmals an die Standpunkte der beiden Lager zu erinnern, sollten sie auf die irrwitzige Idee kommen, auf beiden Hochzeiten tanzen zu wollen.

Danach kam Merkel und wiederholte diese Augen nochmals. Doch die deutschen Bundestagswahlen stehen nächste Jahr an, so dass es sein könnte, dass sie bei Verhandlungsbeginn für den Brexit gar nicht mehr an der Regierung ist.

Beide betonten nochmals das Ziel der EU, die 27 Mitgliedsstaaten zusammenzuhalten, vorzugsweise einen normalen Brexit (entweder weichen oder harten Brexit) abzuwickeln und machten zudem klar, dass die Nicht-EU Länder nicht die selben Rechte haben könnten wie die Mitgliedsstaaten. Ich wette, dass die britische Regierungsstelle immer noch den Wahn hat, sie hätten auch nach Verlassen der EU immer noch die gleichen Rechte.

Die wichtigste Aussage beider EU-Vertreter waren identisch: “Großbritannien kann sich die Rosinen nicht rauspicken, sobald es zu den Verhandlungen kommt”. Natürlich können sie das nicht und Merkel hat deutlich gemacht, dass die vier Grundfreiheiten der EU in vollem Umfang respektiert werden müssen, wenn Großbritannien Zugang zum Binnenmarkt will.

Die vier Grundfreiheiten sind freier Kapital,-und Zahlungsverkehr, freier Warenverkehr, Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit. Wir wissen, dass Großbritannien besonders für die zwei letzeren aufgezählten Grundfreiheiten besonders sensible ist, da sie weiterhin Geschäfte mit der EU machen und gleichzeitig die Grenzen für EU Arbeitnehmer schließen möchten.

Ich habe selbst rund zehn Jahre in Großbritannien gelebt und habe daher etwas Einblick in die Situation in diesem Land. Ich glaube nicht, dass die Schließung der Grenzen für EU-Bürger, die Einwanderung unter Kontrolle bringen wird. Menschen aus der ganzen Welt werden trotzdem weiterhin versuchen, mit LKWs über Calais ins Land zu kommen Es leben bereits 5-fach so viele andere Nationalitäten in Großbritannien als EU-Bürger, so dass ich wirklich nicht die geringste Ahnung habe, was in den Köpfen der Brexit Regierung vorgeht. Das entzieht sich meiner Logik.

Mateo Renzi – ein weiterer Dominostein fällt

In meiner Zusammenfassung vom November hatte ich es bereits kurz angesprochen, dass in diesem Monat das größte Risiko für den Finanzmarkt das italienische Referendum sei. Das Referendum fand gestern statt und bei den Umfragen vor der Abstimmung lag die Opposition vorne.

Das erste Mal seit dem Brexit und den Präsidentschaftswahlen in den USA, lagen die Umfragen nicht so falsch. Die Seite, die die “Nein”-Kampagne anführte, gewann das Referendum, d.h. die Italiener haben gegen die Verfassungsänderungen gestimmt.

Meiner Ansicht nach ist das ein Fehler. Die italienische Wirtschaft musste seit dem 2.Weltkrieg viel mitmachen, hauptsächlich deshalb, weil die Regierung alle 6 Monate wechselte und es somit schwierig war, wichtige Reformen umzusetzen. Genau darum wollte sich dieses Referendum kümmern, indem es der Regierung mehr Macht geben wollte, damit sie länger in der Regierung bleiben und somit die dringend notwendigen Reformen umsetzen könnten.

Doch die Italiener stimmten für ein Nein und es dauerte nicht lange, bis der italienische Premierminister Renzi, seine Rücktrittsrede hielt. Er sagte, er werde noch heute beim Präsidenten seine Resignation einreichen, – das war es dann wohl mit diesem attraktiven Premierminister. Renzi ist starker Befürworter der EU, so dass Merkel einen starken Verbündeten weniger an ihrer Seite hat. Europe hat das wirklich nicht gebraucht, vor allem nicht nach dem Brexit und Trump.

In den frühen Morgenstunden, als die Umfrageergebnisse eingingen, fiel der Euro um rund 200 pips. Die Schwäche des Euros hat uns bei den Short-Term EUR/CHF Signalen getroffen, aber unsere Long-Term Signale sind intakt geblieben und noch gut im Profit. Der Euro hat eine Rundreise zurückgelegt, aber das Verhalten des Euro und der Europaare werden wir später noch genauer beleuchten.

Frankreich hält Europa zurück, während Großbritannien weitermaschiert

Wenn man sich heutemorgen die EU Wirtschaftsdaten anschaut, bekommt man einen negativen ersten Eindruck. Die EU 27 Daten des Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor haben die Erwartungen nur leicht verfehlt. Frankreich hingegen lag deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zudem scheint das Investorenvertrauen im Eurozone Sentix ebenfalls rot zu sein, was eine weitere Enttäuschung für Europa ist.

Wenn man sich den Bericht zum EU Dienstleistungssektor jedoch genauer anschaut, dann sieht das Bild nicht mehr ganz so düster aus. Der EMI für den italienischen Dienstleistungssektor war wesentlich besser als erwartet und obwohl die Zahlen für Spanien und Deutschland wie erwartet bei 55.1 Punkten lagen, verzeichnet der Dienstleistungssektor in diesen Ländern einen Wachstum.


Eine kleine Enttäuschung kann einen solch starken Trend nicht zerstören

Vielleicht spenden die italienischen Zahlen dem italienischen Premierminister Renzi, der sich gerade von seinem Stuhl verabschiedet, etwas Trost. Das ist ein Verlust für Italien. Ich glaube, dass Italien weitere 50 Jahre ohne die für sie so dringend notwendigen Reformen weitermachen wird.

Zurück zu den französischen EMI-Daten im Dienstleistungssektor, dürften wir uns darüber einig sein, dass der Wert erheblich gesunken ist; dennoch ist es eine gute Zahl, weil sie zeigt, dass sich der Dienstleistungssektor in Frankreich im November ausgeweitet hat. Darüber hinaus zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend, wie die EMI Chart zeigt.


Sogar der französische Dienstleistungssektor zeigt einen, wenn auch langsameren, Aufwärtstrend

Aber damit nicht genug. Die Einzelhandelsverkäufe sprangen im November auf 1.1% und das sollte man im Hinterkopf behalten. Denn wenn die EU Einzelhandelsverkäufe weiterhin so schnell zunehmen, dann werden auch die anderen Sektoren der EU Wirtschaft schneller mit nach oben gezogen. Das würde die EZB (Europäische Zentralbank) dazu zwingen, sich ernsthafte Gedanken über Tapering zu machen, – aber so weit ist es noch nicht. Daher sollte man das geplante Treffen im März genau unter die Lupe nehmen und nach Anhaltspunkten Ausschau halten.

Der Dienstleistungssektor in Großbritannien scheint den Brexit ganz vergessen zu haben. Mit ein paar Ausnahmen, wie beispielsweise die Investorenstimmung in diesem Sektor und die politischen Interferenzen, während Finanzunternehmen die Konsequenzen des harten Brexits zu spüren bekommen und einige Unternehmen dazu nötigen wird, die Stadt zu verlassen und aufs Festland, Europa, umzusiedeln. Aber es ist ein guter Bericht aus Großbritannien, wenn man bedenkt, dass der Brexit vor der Tür steht. Außerdem sind die Beschäftigungszahlen im November erneut gestiegen und somit die höchsten seit April dieses Jahres.

Die GBP Paare haben sich nach der Veröffentlichung des Berichts wenig bewegt. Der Euro hingegen schießt mit dem EUR/USD Paar, das um 200 Pips höher als das gestrige Tief liegt, nach oben. Der Preis ist gerade über die 200SMA auf der H1 EUR/USD Forexchart geklettert, so dass der Plan, den wir für diese Forexpaar ursprünglich hatten, jetzt dahin ist. Aber es warten schon bald neue Trading Gelegenheiten auf uns. Ändert Eure Forex-Strategie nicht!

Unterschiedliche Aussagen von EU-Vertretern, unterschiedliche Signale vom Euro

Eine Achterbahnfahrt war das, was der Euro heute morgen absolviert hat. In den ersten Stunden nach Öffnung der Tokyo Börse, verlor er ungefähr 135 Pips, aber schaffte es nicht das Level von 1.520 zu durchbrechen. Der Preis sprang dann fast eine halbe Stunde lang zwischen 40-50 Pips hoch und runter, bis er es schließlich doch schaffte das Long-Term Unterstützungslevel zu durchbrechen.

Ups, habe ich etwa durchbrechen gesagt? Genauer gesagt hat er das Level von 1.0520 durchbohrt und auf meiner MT4 Plattform ein Tief von 1.0505 erreicht, was aber meinen Regeln nach, kein wirklicher Durchbruch ist. Es kann nicht als Durchbruch angesehen werden, wenn der Preis nur für einige Minuten ein dutzend Pips unter das Unterstützungslevel wandert und dann wieder nach oben geht, um fast 230 Pips höher zu schießen.

Das war also kein Durchbruch für mich. Deshalb sind die großen Unterstützungs-/Widerstandslevels nicht einfach nur irgendeine Linie auf der Forexchart, sondern vielmehr ein Zusammenschluss vieler Unterstützungs-/Widerstandslevels und Linien in einer Spanne von 340-50 Pips oder oftmals noch größeren Spanne.

In diesem Fall, erstreckt sich dieses Mammutlevel von 1.0520 bis 1.0500; man könnte sogar noch das 2015 Tief bei 1.0460 als unteres Ende der Spanne miteinbeziehen. So lange es die Bärenattacken nicht schaffen, die Bullenabwehr an 1.05 und 1.0460 vorbeizudrängen, gilt der heutige kurzzeitige Rückgang auf 1.05 nicht als Durchbruch.


Geringe Liquidität hat zu dieser EUR/USD Achterbahnfahrt beigetragen

Die italienische Abstimmung gegen die Verfassungsänderungen haben zur Folge, dass PM Renzi bald zurücktreten wird, wenn er es nicht schon längst getan hat. Das wäre aber keine große Überraschung, da Renzi in allen Umfragen unterlegen war. Es ist immer noch überraschend, dass die Umfragen hier nicht so kläglich versagt haben, wie das bei Trump und Brexit der Fall war.

In jedem Fall bedeutet es mehr politische Unsicherheit in Italien, was für die mediterranen Köche von Pizza Spaghetti nichts Neues ist. Falls Ihr euch erinnert, – Spanien war mehr als 6 Monate ohne Regierung und trotzdem blühte die spanische Wirtschaft in jener Zeit. Vielleicht ist es manchmal besser, keine Regierung zu haben. Sie machen die Dinge für die Geschäfte nur unnötig kompliziert.

In Europa hingegen, lassen die Aussagen des Vizepräsidenten der EU vermuten, er sei um die Stabilität der Eurozone besorgt, da er sagte, dass bereits vor dem italienischen Referendum große Unsicherheit geherrscht habe. Da ist was dran, stimmts?

Andererseits sagte Nowotny auch, dass das italienische Referendum keine Auswirkungen auf den Devisenmarkt haben werde. In der Tat ist der Euro jetzt ungefähr bei dem Level, bei dem es letzte Nacht war, – jedoch ist eine Bewegung von 200Pips was unbemerkt bleibt. Wahrscheinlich wäre es eine gute Investition, wenn wir bei FXML hier alle unsere Ersparnisse zusammenlegen würden, um ihm eine Brille zu kaufen. Wer von Euch ist als Erster dabei?

Britische Bauwirtschaft hält stand… mit einem Hauch von Brexit in der Luft

Der Markit-Bericht zur Bauwirtschaft in Großbritannien wurde gerade veröffentlicht und wir können eine weitere grüne Zahl von der britischen Insel verzeichnen, – die Erwartungen wurden mit einem 52.8 PMI übertroffen. Das ist nun schon der dritte Monat in Folge, in dem ein Wachstum zu verzeichnen ist, nachdem wir in den Sommermonaten nach dem Brexit Referendum einen Rückgang sahen.

GBP scheint, um es Gelinde zu sagen, davon unbeeindruckt. Das liegt daran, dass momentan gerade viele Dinge in den Köpfen der GBP Trader vor sich gehen, die sie verwirren,- und daher die holprigen Preisbewegegungen der letzten Tage.

Es ist eine positive Zahl, aber nicht das, was wir uns noch vor ein zwei Jahren vom britischen Baugewerbe erwartet hätten. Wie Ihr euch sicherlich noch erinnern könnt, lag dieser Sektor seit der Weltfinanzkrise 2008 bei der Konjunkturerholung Großbritanniens immer ganz vorne.


Die Levels von letztem Jahr scheinen jetzt Welten entfernt zu sein

Der Bericht sieht jetzt gut aus, – nach dem Rückgang in den vergangenen Monaten im Sommer, der eine natürliche Reaktion auf die Unsicherheit und Panik war, die den Finanzmarkt nach der Brexit Abstimmung ergriffen hatte. Bei einem Blick auf die Bauwirtschafts-Chart Großbritanniens, kann man sehen, dass diese jedoch die niedrigsten Levels seit 2012-2013 sind, wenn man die 3-4 Monate vor und nach dem Brexit Referendum ausklammert.

Tim Moore, der diese Berichte “erfunden“ hat, sagte, dass die Bauprojekte, die wegen des Brexits auf Eis gelegt worden waren, jetzt wieder aufgenommen werden würden. Das kann sowohl ein positives als auch ein negatives Zeichen sein, weil es bedeutet, dass die Unternehmen, die ihre Projekte nach dem Referendum eingefroren hatten, wieder zu ihrer Arbeit zurückkehren, aber gleichzeitig bedeutet das auch, dass diese Projekte im gegenwärtigen Zeitraum nicht vorhanden gewesen waren, weil sonst der PMI-Index im Bereich 56-58 hätte sein müssen, wenn die Projekte jetzt in beiden Zeiträumen stattfinden würden.

Selbst wenn die vergangenen Projekte nicht in den Bauwirtschafts-PMI dieses Monats miteinbezogen wurden, ist 52.8 immer noch ziemlich niedrig. Es ist also kein so positiver Bericht und GBP macht es momentan genau richtig, diese Daten zu ignorieren.