EUR/CHF ? SNB rettet uns erneut

Wie Ihr sicherlich schon gemerkt habt, haben wir drei offene EUR/CHF Signale. Eines ist ein Long-Term-Signal, das wir letzte Woche geöffnet haben, als dieses Forexpaar fiel, nachdem die EZB mehr QE angekündigt hatte. Die anderen zwei sind Short-Term-Signale: das erste haben wir am Montag bei rund 1.0720, der Spitze der Widerstandsspanne im vergangenen Monat, geöffnet; das zweite Short-Term-Signal haben wir weiter unten geöffnet, als der Preis fast bei 1.07 stand.

Das ist eine starke Unterstützungszone für dieses Paar, aber die ultimative Unterstützung und die rote Linie liegen nach wie vor bei 1.0780, ein paar Pips mehr oder weniger. Die SNB (Schweizer Nationalbank) hat ungefähr an diesem Punkt erhebliche Mengen gekauft. Alles in allem scheint es also eine gute Idee gewesen zu sein, dass wir diese Forexsignale dort geöffnet haben.


Das ist die Linie, auf die alle momentan schauen

Doch die EUR/CHF Verkäufer waren derart konstant, dass sie ein Level nach dem anderen durchbrachen und somit die Schichten dieser Unterstützungszone ablösten. Das geht natürlich gegen unsere Signale, aber immerhin ist es tröstlich zu wissen, dass das absolute Tief dieser Spanne, die 1.0780 Unterstützungszone, ihre Füße in den Boden gesteckt hat. In den letzten drei Tagen haben Verkäufer vielfache Versuche bei dieser Zone gestartet, doch immer ohne Erfolg.

Denn eigentlich ist es die SNB, die die ganze schwere Arbeit macht. Sie hat es vergangenen Monat bereits getan und macht es jetzt erneut. Wie man sehen kann, waren die Sprünge von 1.0780 am Montag noch kleiner und werden jetzt langsam größer. Wir können sehen, dass die SNB allein heute morgen zweimal interveniert hat.

Hoffentlich werden die CHF Bullen (EUR/CHF Verkäufer) dadurch entmutigt und geben endlich auf. Die USA drängt Länder mit Handelsüberschuss dazu, die Währungsinterventionen (Manipulationen) zu stoppen und der heutige CHF Handelsüberschuss in Höhe von 21 Milliarden wird der Schweiz nicht gerade dabei behilflich sein, die CHF Manipulation zu rechtfertigen. Tja, für uns Forextrader, ist das ganz in unserem Sinne, – also weiter so, SNB!

Was heute Morgen bisher geschah

Hier sind wir wieder und starten in den Tag mit einem Blick auf das, was wir bisher verpasst haben. Als Erstes schauen wir zunächst auf die Wirtschaftsdaten, weil die Preisaktionen der meisten Forexpaare, außer die des USD/JPY, völlig verstummt sind und die meisten Ebenen mehr oder weniger gleich geblieben sind.

Unsere japanischen Kollegen haben ihr Tag mit dem monatlichen Treffen der BoJ (Bank of Japan) begonnen. Der japanische Yen ist gestern den gesamten Tag über, in Erwartung des Boj Treffens gesunken, – und dann passierte nichts Besonderes bei diesem Treffen. Die BoJ lässt die Leitzinsen unverändert, was für die Trader von USD/JPY, wie ihr von der 150 Rally seit heute morgen sehen könnt, eine große Erleichterung.

Es gab auch Aussagen zum Wert des Yen, und ich wir überrascht, dass sich der BoJ-Chef, Kuroda, über die schwache Währung “beschwerte“. Ich wette, er spielt nur seinen Part in diesem Spiel, um den Anschein zu erwecken, er sei mit den gegenwärtigen USD/JPY Ebenen nicht zufrieden. Ich habe erst dann verstanden, dass er scherzt, als er sagte, die japanische Wirtschaft würde ab jetzt weiterhin über ihr Potential hinaus wachsen. Klar doch, – als ob es auch nur annähernd an seinem Potential wäre und als ob wir das echte Potential kennen würden.

In Europa scheinen die Dinge etwas positiver: die Schweizer Handelsbilanz übertraf die Erwartungen und das gegenwärtige Konto der Eurozone ist um weitere 3 Milliarden Euro auf über 28 Milliarden Euro gewachsen. Das bringt die EU an Spitze der exportierenden Wirtschaften, zusammen mit der Schweiz, Japan und China.


Der deutschen EPI Chart nach zu urteilen, verstehen ich, warum die Deutschen das QE Programm der EZB verurteilen.

Doch das beste war der deutsche EPI (Erzeugerpreisindex), den man mit einem Wachstum von 0.1% im November erwartet hatte und der stattdessen tatsächlich um 0.3% angestiegen ist. Das ist eine weitere Ladung auf dem EZB Schiff, das Schritt für Schritt beladen wird. Wir müssen das weiterhin im Auge behalten, damit es den Hafen nicht ohne uns verlässt, wenn die EZB sich für eine straffere Geldpolitik entscheidet.

Mehr USD/JPY ? Technische Zonen

In unserem vorherigen Update haben wir uns USD/JPY und seine Preisbewegungen angeschaut. Die technische und fundamentale Analyse zeichnet ein klares bullishes Bild, und die Preisbewegungen ebenfalls. Man kann einen Anstieg von 180Pips, der über Nacht und ohne erkenntlichen Grund stattgefunden hat, nicht einfach so ignorieren. Selbst bei wichtigen Events hat sich der Forexmarkt kaum um 100 Pips bewegt und daher zeigt diese Bewegung den riesigen Unterschied, der momentan zwischen USD/JPY Käufern und Verkäufern besteht.

Die Preisbewegungen sage nuns, dass die Käufer den Verkäufern zahlenmäßig klar überleben sind, – und das können wir nicht einfach so ignorieren. Unser Plan ist es, dieses Forexpaar bei einem Pullback niedriger zu kaufen. Zunächst müssen wir uns aber noch ansehen, ob die Unterstützungszonen stark genug sind, um den Preis bei Pullbacks halten zu können und welche Widerstandszonen stark genug für einen Reverse des Preises oder zumindest für ein Hoch beim Short-Term sind.


Die 117.80 Zone war vergangene Woche Unterstützung und Widerstand

USD/JPY Unterstützngszonen – Wie man aus der obigen H1 USD/JPY Chart ersehen kann, diente die 117 Zone am Donnerstag etwas als Widerstand, als der Aufwärtstrend nach Erhöhung der Leitzinsen durch die FED, voll im Gange war. Nachdem sie durchbrochen wurde, wurde sie zu einer milden Unterstützung, – das wäre also die erste Unterstützungszone, über der wir momentan einige Pips darüber liegen. Ich werde daher jetzt versuchen, dieses Forexpaar zu kaufen. Ich warte nur noch darauf, dass der stochastische Indikator, dem überkauftem Bereich nähert, weil er, wie man sehen kann heruntergeht.

Vielleicht wird mit Erreichen des Preis von 117.40-50, dort, wo die einfachen gleitenden Durchschnitte von 20, 50 und 100 (SMA) liegen, der stochastische Indikator überkauft werden. Das wäre ein stärkeres Kaufsignal, da somit mehrere technische Indikatoren darauf verweisen würden. Wir müssen jedoch zunächst abwarten und sehen, wie die Preise da unten reagieren, bevor wir einen Sprung hinein wagen.

Es könnte auch sein, dass wir uns letztlich doch dagegen entscheiden, sollte die Trading-Konstellation unsere Kriterien nicht erfüllen. In jedem Fall ist das eine Tradingchance, die Ihr in Betracht ziehen solltet, wenn Ihr das Gefühl habt, hier einige Pips abreifen zu können. Darunter kommt das gestrige Tief bei 116.50s, 11620, wo der 50 SMA auf der H4 USD/JPY Chart liegt, und 114.80-115.

US/JPY Widerstandszonen – Die ersten zwei Widerstandszonen sind auf der H1 Forexchart klar und ohne Brille ersichtlich: beim heutigen Hoch von 117.20’s und dem Hoch der Vorwoch bei 118.60’s. Wir können diese benachbarten Zonen für Short-Term Trades nutzen, ansonsten müssten wir einen Blick auf die größeren Widerstandszonen werfen.


Wir befinden uns genau unter einer Long-Term Unterstützungszone, die zum Widerstand werden könnte

Für weitere Widerstandszonen müssen wir zu Charts mit größerer Zeitspanne wechseln, weil wir seit Januar nicht mehr in dieser Kampfzone waren. Wie man sehen kann, war das Hoch der letzten Woche bei rund 118.50-60 fast das gesamte Jahr die Unterstützung, und daher wird diese Zone schwer zu überwinden sein. Doch in Anbetracht der jüngsten Preisbewegungen, wäre ich nicht überrascht, wenn sie heute dort durchbrochen werden sollte.

Allerdings stehen die Weihnachtsferien an und daher könnten Forextrader entscheiden, vorerst Feierabend zu machen und die Dinge bis nach Sylvester auf sich beruhen zu lassen. Wie wir in unserem gestrigen Update bereits gesagt haben, trauen wir den Trends momentan während dieser Zeit nicht all zu sehr, weil es gefährlich ist, am Jahresende zu traden. 119 wird die nächste Widerstandszone und natürlich wartet weiter oben noch die 120. Werden wir diese noch vor Weihnachten erreichen?

USD fühlt sich wieder lebendig, – traut diesen Bewegungen nicht

In unserem gestrigen, ersten Update haben wir bereits gesagt, dass das Jahresende eine etwas merkwürdige Zeit für den Devisenhandel ist, weil die meisten Forexhändler jetzt ihre Forexkonten neu anordnen und ihre Long-Term-Trades ausgleichen. Wenn Ihr Euch jetzt fragt, warum Ihr das nie gemacht habt, dann solltet Ihr Euch darüber keine großen Gedanken machen. Denn ich spreche hier von Leuten, die Pensionskassen und Hedge-Funds in Milliarden Höhe betreuen.

Diese Leute müssen ihre Handelportfolios prüfen und die Strategien für ihre offenen oder potentiellen Trades während dieser Zeit neubewerten. Darüber hinaus überweisen internationale Unternehmen zum Jahresende Zahlungen von einem Land ins andere. Seid also nicht überrascht, falls während dieser Zeit merkwürdige Dinge geschehen sollten.

Den Preisbewegungen der letzten Wochen nach zu urteilen, denke ich, dass wir einiges an Range-Trading zu sehen bekommen werden bis die Forexhändler wieder aus dem Urlaub zurückkommen. Aber der Buck führt seinen gestrigen Aufwärtstrend, nach 2-tägigen Retraces, fort. Es begann vor einigen Stunden weiter nach oben zu gehen und das Tief der Vorwoche bei EUR/USD ist bereits verschwunden.


Das Tief der Vorwoche wurde durchbrochen, – aber wird diese Bewegung sich fortsetzen oder wird sich der Preis umkehren?

Wir sehen USD Gewinne über die gesamte Breite hinweg, was der richtige Weg ist, da die fundamentale Analyse des USD massiv hawkish ist, zumindest schon ein Jahr lang. Aber die Bewegung ist dennoch, im Vergleich zu dem, was wir in jüngster Zeit sehen, ziemlich langsam.

Obwohl der Markt beschlossen hat, mit dem Buck zu gehen, sind Trader weiterhin vorsichtig, vor Neujahr nicht zu stark zu investieren. Deshalb achte ich darauf, mich auf keine Position einzuschießen. Das meine ich mit “merkwürdig“: die Unterstützungs/Widerstandszone zu durchbrechen, ohne dort stehen zu bleiben oder zurückzufallen. Nehmt euch deshalb jetzt alles, was Ihr könnt und genießt die Feiertage, weil wir noch mehr als genug Zeit haben, in Long-Term Trends 2017 zu investieren.

Kurz vor Jahresende

Das ist die dritte Dezemberwoche und somit die Weihnachtswoche, – gebt also Acht auf geringe Liquidität und internationale Cash Flows. Der erste Weihnachtstag ist am Sonntag, d.h. Forextrader packen ihre Koffer und verabschieden sich in die Winterferien. Einige von ihnen sind wahrscheinlich schon im Urlaub, was geringere Liquidität bedeutet.

Außerdem bewegen internationale Unternehmen und Einrichtungen ihr Geld, um Zahlungen zu tätigen und Gewinne einzukassiern. Es könnte also sein, dass wir während dieser Zeit einige große und unerwartete Bewegungen auf dem Forexmarkt sehen.

Eines ist jedoch sicher, der Markt ist während dieser Zeit sehr irrational, – macht euch daher auf Unterwartetes gefasst! Wenn ihr einige große Bewegungen gesehen habt, dann seid nicht überrascht, wenn Ihr danach in den letzten zwei Dezemberwochen zu Tode gelangweilt sein werdet.

Wenn einige Forexpaare in letzter Zeit einen starken Trend gezeigt haben, dann macht euch auf einige tighte Handelsspannen und eine Portion Frustration gefassst. Wir können nicht absehen, wie der Markt sich während dieser Zeit verhalten wird, aber wir werden die Preisbewegungen genau beobachten, um bei unserer Suche nach Trading Chancen nicht in die falsche Richtung zu gehen.

Der deutsche Geschäftsklimaindex – das beste, was man momentan bekommen kann

Wie in unserem vorherigen Update bereits erwähnt, steht die Winterurlaubszeit und Weihnachten vor der Tür und daher ist der Wirtschaftskalender relativ ruhig. Auf dem Plan stehen diese Woche nur 3-4 wichtige Wirtschaftsveröffentlichungen, darunter der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex und die Arbeitskosten in der Eurozone.

Die deutschen Zahlen zeigen einen schönen Sprung von 110.4 auf 111, und beim Blick auf die Chart des deutschen ifo-Geschäftsklimaindex kann man sehen, dass das beste hier der Trend ist. Die Linie geht höher und nähert sich immer mehr dem Hoch von 2012, während die Absenkungen jedes Mal flacher werden.


Der deutsche Geschäftsklimaindex verbessert sich zunehmend und so auch der EU Geschäftsklimaindex

Die ifo gab in einer Stellungnahme dazu bekannt, dass der schwächere Euro dem deutschen Export helfe, die Verbraucher weiterhin Geld ausgäben und die Nachfrage kräftig bleibe. Außerdem erwähnten sie noch, dass die italienische Krise die Marktstimmung nicht beeinträchtige und dass die EZB alles unter Kontrolle habe. Von beiden letzteren Aussagen bin ich zwa nicht so überzeugt, aber es scheint, als würden sie auf dem Panikknopf schielen.

Kurz danach wurden die Arbeitskosten im dritten Quartal der Eurozone veröffentlicht. Meiner Meinung nach, sind das die wichtigsten und besten Zahlen, die wir bis Jahresende vom Binnenmarkt bekommen werden. Die EU Arbeitskosten stiegen im dritten Quartal um 1.5%, mit einem Sprung von 2.2% im Vorjahresvergleich.

Die Lohnkosten sind ein wichtiger Wirtschaftsindikator auf meiner Liste, weil sie zeigen, wie gesund die Wirtschaft wirklich ist. Bei einer schwachen Wirtschaft stagnieren die Löhne, auch wenn die Arbeitslosenrate niedrig ist; sollten sie also weiterhin so in Fahrt bleiben, dann wird die EZB (Europäische Zentralbank) gezwungen sei, den Hahn ziemlich schnell wieder zuzudrehen.

In der Tat sprachen die Deutschen der ifo ihre gewöhnliche Warnung zu den “niedrigen Zinsen“ aus, als Fuest sagte, die Zinssätze für die Eurozone seien zu niedrig. Jedoch konnte der Euro die guten Zahlen nicht zu seinem Vorteil nutzen, weil sich eine neue Welle von USD Käufen anbahnt. Warten wir mal ab, ob wir es mit dem Tief vom Donnerstag bei 1.0350s aufnehmen können.

EUR/USD ? Eine verpasste Chance?

In den letzten paar Wochen hat EUR/USD die Lust am Leben verloren und ist kopfüber von 1.0870s auf 1.0360s gefallen. Diese Art der Bewegung passiert sehr schnell und daher bekommt man nicht viele Chancen, auf den Zug aufzuspringen, weil das Risiko/Gewinnverhältnis zu hoch ist, – es sei denn, man ist von Anfang an oben mit dabei.

Allerdings steht die Richtung fest, so dass man zumindest dies nicht mehr rausfinden muss, was ein großes Plus für Forextrader ist, weil es eines der großen Unbekannten aus dem Spiel nimmt. Das eröffnet, egal welche Pullbacks die Preisbewegungen zu bieten haben, einige gute Tradingchancen, wenn man den richtigen Eintrittspunkt findet.

Also warte ich seit dem letzten Fall nach der FED Zinserhöhung am vergangenen Mittwoch, auf ein Retrace, um ein Short-Term-Signal in diesem Forexpaar öffnen zu können. Nach der Talfahrt für den Short-Term am vergangenen Donnerstag, begann der Preis langsam zu steigen und erweckte somit das Interesse der EUR/USD Verkäufer.


Eine verpasste Trading Konstellation

Es war der einfache gleitende Durchschnitt von 20 (20 SMA), auf den ich gewartet hatte. Dieser liegt bei der H4 EUR/USD Chart bei 1.05, was zwei Jahre lang eine sehr starke Unterstützungsebene war. Es ist ganz normal, dass diese Unterstützungsebene jetzt, da sie durchbrochen wurde, zum Widerstand wird. Ich habe also darauf gewartet, dass der Preis an diesen Punkt erreicht, – aber scheinbar habe ich zu lange gewartet.

Der stochastische Indiktor war überkauft, als der Preis die 1.0480 erreichte, was ein weiteres starkes Verkaufssignal ist, – dennoch hielt ich mich zurück, weil mir das Risiko/Gewinnverhältnis nicht zusagte. Jetzt liegt der Preis 70Pips niedriger und daher ist diese Chance verflogen. Ich ärgere mich nicht darüber, weil noch viele weitere Trading-Gelegenheiten kommen werden. Anstatt dem Preis nachzujagen, warte ich lieber darauf, dass der Preis die Ebenen erreicht, auf die meine Tradingstrategie abzielt. Das richtige Geldmanagement ist in diesem Geschäft von größter Wichtigkeit.

GBP/USD Verkaufssignal

Bewegungen, wie der Anstieg des USD, den wir in den letzten paar Tagen beobachten konnten, bringen so manche gute Trading Gelegenheiten mit sich. Da man jedoch leicht bei Retraces wie unserem gestrigen EUR/USD Signal reinfallen kann, müssen wir stets vorsichtig sein, die richtigen Levels rauszusuchen.


Die 20 SMA bietet etwas Unterstützung auf der H1 Chart.

Wir haben vor kurzem ein GBP/USD Verkaufssignal geöffnet, auf das wir im folgenden einen Blick werfen wollen.Wie Ihr auf der H1 GBP/USD Chart oben sehen könnt, geht der Trend abwärts und dieses Forexpaar hatte in der Nacht einen Retrace. Dieser Retrace scheint jetzt vorbei zu sein, da der stochastische Indikator überkauft ist. Das ist einer der Hauptgründe, warum wir dieses Signal heute morgen geöffnet haben.

Die Zone bei 1.2440-50 war gestern niedrig, was es zu einer Art Widerstandszone macht… Jedoch liegt der einfach gleitende Durchschnitt von 20 (20 SMA) genau unter dem jetzigen Preis, der ihn über Wasser hält und daher gegen unser Signal geht.


Der 50 SMA in gelb erscheint stark auf der 30-Minuten Chart.

Wenn wir zur 30-Minuten Chart oder 15-Minuten Chart wechseln, können wir sehen, dass es auch hier ziemlich bärisch aussieht. Auf der 30-Minuten GBP/USD Chart, bietet der 50 SMA oben Widerstand, während auf der 15-Minuten Chart es der 100 SMA ist, der den Preis daran hindert, weiter hochzugehen.

Der 20 SMA in grau ist für GBP/USD Verkäufer jedoch ein Hindernis, da er gerade unter dem momentanen Preis steht, jedoch… tja, es hat gerade das Take-Profit-Target erreicht, aber das ist die Denkweise, die hinter diesem Trade steckt.

Handelsbilanz und Inflationsbericht der Eurozone ? leider kein Weihnachtsgeschenk für Mario

Zentralbänker haben es schwer: sie sind immer die ersten, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Wirtschaft nicht so funktioniert wie sie sollte, und sie sind die letzten, denen man dafür dankt, dass die Wirtschaft wieder auf die Füsse kommt. Dennoch klopfen sie sich wohlwollend selbst auf die Schulter. Der BoE Gouverneur, Carney, hat es im September getan, als die Zahlen nach dem Brexit sich als lediglich vorübergehender Schock erwiesen. Auch Draghi tat es vor ein paar Wochen, als der Inflationsbericht der Eurozone einen respektablen Anstieg zeigte.

Kürzlich hat Draghis Kumpel von der EZB, Weidmann, die Verantwortung für die Wirtschaft voll und ganz auf die Regierungen geschoben, – was meiner Meinung nach vollkommen richtig ist. Es zeigt auch, dass diese Gattung Zentralbänker nicht darauf wartet, bis man ihnen einen Knochen zuwirft. Es würde dennoch etwas Weihnachtsstimmung bringen, wenn der Markt ihnen ein frühes Weihnachtsgeschenk machen würde.

Doch der Weihnachtsmann scheint Mario Draghi heute vergessen zu haben. Der vor wenigen Minuten veröffentlichte Inflationsbericht der Eurozone reicht einfach nicht aus, um dem armen Kerl einen netten Endjahresbonus zu bescheren. Der Bericht war aber auch nicht enttäuschend, – der Verbraucherpreisindex (HVPI) lag bei 0.6% und die Kerninflationsrate bei 0.8%. Das könnte auch genau der Grund für den 20 Pips Anstieg der Europaare sein. Vielleicht war der Markt erleichtert, dass die EU Inflationszahlen nicht schlechter ausgefallen sind.


Es ist noch ein weiter Weg, aber Draghi wird nehmen, was er bekommen kann

Andererseits ist die Handelsbilanz der Eurozone im Gegensatz zum Vormonat um 5 Milliarden zurückgegangen. Ob das an der größeren Verbrauchernachfrage in der EU liegt, was natürlich ein weiteres positives für die EZB wäre, oder ob es im Gegenteil an den geringeren Exporten liegt, muss noch im Einzelnen betrachtet werden.

Dennoch sind das nicht die Art von Zahlen, die die negative Marktstimmung bei EUR/USD umkehren könnten, es sei denn etwas würde auf der Seite des USD passieren. Ich wette, Draghi hätte lieber einen besseren Inflationsbericht und eine bessere Handelsbilanz als Weihnachtsgeschenk, aber er wird sich wohl auch mit der Parität von EUR/USD zufriedengeben. Wird es bis Weihnachten noch dazu kommen?

Übrigens haben wir gleich nach Veröffentlichung der EU Wirtschaftsdaten, ein EUR/USD Signal und ein EUR/GBP Signal geöffnet. Das EUR/GBP Signal erzielte innerhalb weniger Minuten Take-Profit, und auch die anderen Forexsignale sehen mit einem Gewinn von rund 10 Pips ziemlich gut aus.

Der Tag nach dem Massaker

Das Treffen der FED US-Notenbank ist endlich zu Ende. Ich mag diese Art von erwarteten Forex-Events nicht besonders, weil sie normalerweise so ausgehen wie ein Silvesterabend, für den man sich das ganze Jahr lang auf den Kuss um Mitternacht vorbereitet und er dann doch nicht passiert. Dieses Mal hat die FED jedoch ihren Kuss abgeliefert. Ich schätze, mal Yellen ist nicht die Art von Frau, die einen enttäuscht.

Die Federal Reserve hat gestern Abend den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht und nach kurzem Zögern begann der Buck mit seiner Reise. Kurz danach hielt FED-Chefin, Yellen, eine Pressekonferenz und klang gemäß dem Marktkonsenses irgendwie hawkish. Normalerweise neigt sie dazu eher übervorsichtig zu sein, doch das war gestern nicht der Fall, was für den Markt etwas überraschend kam.

Die 1.05 Zone bei EUR/USD ist jetzt, nachdem dieses Paar um 200 Pips fiel, endlich durchbrochen, während hingegen der USD/JPY um 300 Pips zulegte. Die positiven Produktionszahlen aus Japan haben sich momentan noch nicht in eine positive Marktstimmung gegenüber dem USD bemerkbar machen können.


Der Aufwärtstrend bei USD/JPY wird stärker.

Übrigens ist heute der französische PMI-Index für den Produktions,-und Dienstleistungsbereich veröffentlicht worden und war ziemlich beeindruckend, was positiv für den Euro sein sollte. Jedoch reicht das nicht aus, um es mit der bärischen Marktstimmung aufzunehmen und EUR/USD jetzt umzukehren. Wir müssen uns daher diese Art der Daten merken, um auf die perfekte Welle in ein paar Monaten vorbereitet zu sein.

Gestern Abend sind viele wichtige Widerstands,-und Unterstützungszonen bei den meisten Forexpaaren durchbrochen worden. In Kürze werden wir einen Blick auf die neuen Widerstands, – und Unterstützungszonen werfen.