Die neuen Zonen ? EUR/USD

Ok, die FED hat also ihr Werk vollbracht und die Leitzinsen erhöht, – das war die meist erwartete Leitzinsanhebung in der Geschichte der Zentralbank. Dennoch hat der USD beträchtlich zugelegt und daher fühlt es sich so an, als hätte die Forex-Marktstimmung bereits zum Buck tendiert. Die Forexhändler hatten nur darauf gewartet bis das FED Treffen endlich vorbei ist. Das führte bei den meisten Hauptforexpaaren zum Bruch einiger wichtiger Unterstützungs-,-und Widerstandszonen, welche wir jetzt genauer betrachten werden:
Unterstützungszonen – Dieses Forexpaar hat gestern Abend ungefähr 200 Pips verloren und die Unterstützung bei 1.0500-20 durchbrochen, wobei die letzte Zone bei 1.0460 immer noch die letzte Verteidigungslinie für die Euro-Bullen bleibt, welches das Jahrestief 2015 war. Darunter können wir kein weiteres Tief erkennen und daher mussten wir, um weitere Unterstützungszonen zu finden, zur Monatschart wechseln dort soweit wie möglich rauszoomen.

Wer steuert noch auf Parität zu?

In diesem Chartausschnitt können wir sehen, dass die naheliegendste, halbwegs ordentliche Unterstützungsebene bei 1.0345 liegt, welche schon im Jahre 1997 als Unterstützung diente. Der Tiefpunkt im Jahre 1999 lag bei 1.01 und damit die weitere Unterstützungszone vor der massiven Paritätszone. Viele hatten schon vor zwei Jahren mit der Parität gerechnet, aber vielleicht stehen die Sterne erst jetzt richtig dafür. Lasst uns also abwarten, was die kommenden Wochen noch bringen werden.

Widerstandszonen – 1.05 ist jetzt, da wir darunter liegen, die naheliegendste Widerstandszone; jedoch ist der Preis heute morgen bereits einige Male darüber und darunter gegangen, so dass seine Wichtigkeit nicht so groß ist. 1.0520 und 1.0540-50 sind jetzt stabilere Widerstandszonen.
Darüber liegt das Widerstandsband dieser Woche, welches sich von 1.0620 bis 1.0660 erstreckt. Der Preis konnte bisher nicht darüber klettern, da der EZB Präsident, Draghi, ihn herunter geklatscht hatte. Das ist also die Zone, auf die ich momentan für ein Long-Term-Verkaufssignal schaue, für den Fall, dass wir bald ein Pullback bekommen sollten.

Ein guter Tag für Europa, aber nicht für EUR/USD

Wir sind vollkommen von der gestrigen FED Leitzinserhöhung und den Preisbewegungen der USD Paare hypnotisiert. EUR/USD ist gerade von unten die Unterstützungszone von 1.0450-60 gebrochen, was wir bereits in unserem letzten Update hervorgehoben haben und was keinesfalls ignoriert werden kann.

Aber die seit gestern anhaltende Besessenheit des Marktes mit dem USD, ist nicht das einzig, was heute auf dem Forexmarkt passiert. Europa hat heute einen ziemlich guten Tag im Bezug auf seine Wirtschaftszahlen. In unserem ersten Update heute, hatten wir bereits erwähnt, dass der französische PMI-Index im Produktions,-und Dienstleistungsbereich die Erwartungen übertroffen hat.

Mit 53.5 und 53.6, sind diese Bereiche in guter Verfassung, aber noch wichtiger ist, dass sie sich weiter von den flachen Zonen entfernt. Die französische Wirtschaft hat sich im Gegensatz zu den anderen Haupt-EU-Mitgliedsländer bisher am schwächsten erholt, aber scheinbar holen sie ihre Nachbarn jetzt wieder ein, – was ein weiteres gutes positives Signal dafür ist, dass die Wirtschaft in der Eurozone endlich aus den lang anhaltenden Problemen heraus ist.

Der deutsche PMI-Index fiel auch ziemlich gut aus, wohingegen der Dienstleistungssektor die Erwartungen nicht erfüllen konnte, genau wie auch die Eurozone. Dennoch befindet der Dienstleistungssektor der EU sich weiterhin im Aufwärtstrend, was für den Euro jedoch leider nicht behaupten können. Während ich diese Zeilen schreibe, wird EUR/USD zusammengeschlagen, und selbst die positive Zahlen aus Europa können diese Währung momentan nicht retten.

EUR/CHF sitzt da, wo es niemand will

Guten Morgen, FXML Followers! Der Tag, auf den wir alle gewartet haben, ist endlich da. Das berüchtigte FED Treffen ist für 20 Uhr vorgesehen und Forexhändler sind gerade dabei, noch die letzten Anpassungen davor zu machen. Trader, die Kaufpositionen haben, verkaufen und Verkäufer kaufen, um sich vor dem Treffen ausgeglichener aufzustellen.

Daher sind einige Forexpaare momentan in engen Handelsspannen, darunter EUR/CHF. Dieses Paar hat sich vergangenen Monat und vor einigen Tagen mehrmals oben bei 1.07 versucht. EUR/CHF Verkäufer haben sich also dort oben versucht und sind gescheitert, und danach haben die Käufer es dort oben versucht und sind ebenfalls gescheitert. Vielleicht haben sie für den Moment aufgegeben und warten, bis das FED Treffen vorbei ist.

Momentan scheint es, als würde niemand mehr dieses Paar wollen. Die gleiche Preisbewegung gab es heute, wenn auch in geringerem Maße, als es über Nacht auf 1.0775 kletterte, aber dann vor zwei Stunden auf 1.0740 fiel. Das heißt, dass niemand dieses Paar will oder sich traut, es in irgendeine Richtung zu nutzen.


Niemand traut sich die Handelsspanne zu brechen

Sowohl Käufer, als auch Verkäufer sehen auf keiner der Seiten eine Aussicht auf Profit, so dass es momentan im Gleichgewicht ist, zumindest bis das Treffen der US-Notenbank zu Ende ist. Glaubt mir, wenn das nicht der Fall wäre, dann würde das bedeuten, dass Potential vorhanden ist, um Geld zu machen und die Händler hätten schon längst die Chance ergriffen und dieses Forexpaar auf ein anderes Level gebracht, nämlich da wohin es Käufern und Verkäufern entspricht.

Da jedoch keiner der Seiten gegen die andere Seite drücken möchte, können wir sagen, dass dies ein Level ist, bei dem niemand EUR/CHF will. Wir haben zwei offene Forexsignale in diesem Paar, aber es gibt nichts, was wir diesbezüglich machen können. Wir müssen abwarten, bis das alles vorbei ist und das ganze erneut bewerten, nachdem der Preis sich beruhigt hat.

Das beste an den britischen Zahlen sorgt für sinkendes Pfund

Der britische Beschäftigungsbericht wurde vor einiger Zeit veröffentlicht und der Gouverneur der BoE (Bank of England), Carney, wird bald sprechen, aber ich denke nicht, dass er irgendetwas sagen wird, das die GBP Paare heute bewegen wird. Der Beschäftigungsbericht andererseits hatte viel Potential, die Karten neu zu mischen, aber die Reaktion des GBP war minimal, was natürlich an dem geplanten FED-Treffen heute Abend liegt.

Als der Bericht veröffentlicht wurde, dachte ich, dass GBP mindestens 50Pips nach oben schießen würde, weil alle wichtigen Zahlen grün waren, d.h. sie waren höher als erwartet. Der Jahreslohn wuchs dieses Quartal um 2.5% statt wie erwartet um 2.3% und wurde im letzten Quartal um 1% auf 2.4% nach oben korrigiert. Selbst die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger fielen viel niedriger aus als erwartet.

Das ist das einzige Mal, das der GBP nach einem großartigen Beschäftigungsbericht fällt
Die Arbeitslosenrate in Großbritannien blieb mit 4.8% unverändert und damit unter der natürlichen Arbeitslosenrate, welche viel besser als in den meisten entwickelten Ländern ist und hier daher kein weiterer Rückgang zu erwarten ist.

Wenn man sich den Bericht im Detail anschaut, wird er sogar noch besser. Wenn wir die Bonuszahlungen ausschließen, dann sind die Löhne um 2.6% gestiegen, was bedeutet, dass die Bonuszahlungen geringer ausgefallen sein müssen. Aber das geht uns nichts an, es sei denn Ihr arbeitet in London.

Das größte Wachstum stammte aus dem Privatsektor, da die Löhne im öffentlichen Sektor nur um 1.4% wuchsen, während sie im privaten Sektor um 2.8% anstiegen. Das zeigt, dass der Privatsektor in Großbritannien trotz der Negativität, die den Brexit umgibt, robust bleibt.

In dieser Phase der wirtschaftlichen Erholung sind die Löhne neben den BIP-Zahlen eines der wichtigsten Indikatoren. Der Beschäftigungssektor in den USA ist zwar relativ gut gestellt, aber die Inflation der Löhne/Gehälter bleibt schwach, was große Zweifel an der Qualität der Arbeitsplätze und der Wirtschaft in den USA im Allgemeinen hervorruft. Zwar hat Großbritannien nach dem Brexit verständlicherweise einige Hoch und Tiefs erlebt, doch die Löhne schreiten weiterhin zufriedenstellendem Tempo voran.

Das ist zwar ein gutes Zeichen, dennoch müssen wir in den kommenden Monaten die Bonuszahlungen im Auge behalten, um zu sehen, ob sie weiterhin den Löhnen im Rest von Großbritannien nachhinken. Falls das der Fall sein sollte, könnte es sein, dass die Londoner Finanzbosse und,-manager in ein anderes Euroland ziehen, – und dann würden die Probleme erst richtig beginnen.

EU/GB ? Der Krieg geht weiter

Viele Briten, die für den Austritt aus der EU gestimmt haben, denken oder zumindest hoffen, dass sich ihre Welt ändern wird, sobald Großbritannien die Europäische Union verlässt. Aber nur wenige Finanzanalysten und Ökonomen glauben, dass das eine Verbesserung für Großbritannien bringen wird.

Ich bin kein Freund von extremen Schlussfolgerungen und daher stimme ich auch nicht mit den Analysten überein, die glauben, dass Großbritannien der Welt den Krieg erklärte, als es für den Brexit stimmte. Großbritannien hat der EU oder Welt nicht den Krieg erklärt, sondern vielmehr hat Großbritannien sich selbst den Krieg erklärt. Es hat die Dinge sehr viel komplizierter gemacht und die Ungewissheit dermaßen erhöht, dass dies für sich genommen schon genügen würde, um die Wirtschaft langfristig in die Knie zu zwingen.

Angenommen wir würden die Teilung zwischen der EU und Großbritannien als Krieg ansehen, bei dem jede Seite das beste des anderen erhalten möchte, dann könnte man sagen, dass einer seiner größten Kämpfe unmittelbar ansteht. Der Kampf dreht sich darum, wer das Finanzzentrum Europas wird.

Wir wissen, dass London das Finanzzentrum Europas ist und meiner Meinung nach auch das Finanzzentrum der Welt, bezieht man die Industrie der Pensionfonds, Hedge-Fonds, des Versicherungswesens sowie den weltweiten Devisenhandel, der zur Hälfte in London angesiedelt ist, mit ein.

Doch falls Großbritannien die EU verlassen sollte, dann kann es kein Finanzzentrum mehr für Europa sein und schon gar nicht für die Welt. Vor der Brexit-Abstimmung hatten viele Finanzunternehmen damit gedroht, auf das europäische Festland umzusiedeln und daher macht Großbritannien alles, um ihre Unternehmen bei sich zu halten, während die EU (insbesondere Frankreich) versucht, sie dazu zu bringen, die britische Insel zu verlassen.

Dies ist ein großer Kampf und die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA hat heute die nächste Runde im Krieg eingeläutet. Sie gaben heute bekannt, eine Erhöhung der Entschädigungszahlungen von £850,000 auf £1 Million in Erwägung zu ziehen. Das ist wesentlich mehr, als das, was die Entschädigungsregelungen der EU anzubieten haben.

Das mag die Verluste einer Bankenpleite abdecken, aber ich bin mir nicht sicher, ob das auch den privaten Devisenhandel abdeckt.

Dienen soll das dazu, der EU und internationalen Kunden einen Anreiz zu geben, mit britischen Finanzunternehmen Geschäfte zu machen, da diese mehr geschützt sein werden. Das war ein kluger Schachzug, bei dem die EU, angesichts einiger seiner schwachen EU-Mitgliedstaaten wie beispielsweise Zypern, nicht mithalten kann. Warten wir ab, bis der Krieg zu Ende ist und wer der größte Verlierer sein wird, – denn ich bin mir sicher, Gewinner wird es hier nicht geben.

Kurzüberblick über Levels

Gestern haben wir uns in einer technischen Analyse jeweils die Unterstützungs,-und Widerstandslevels bei EUR/CHF und GBP/USD angeschaut. Lasst uns jetzt noch kurz einen Blick auf die Levels einiger anderer Forexpaare von heutemorgen werfen. Diese sind:

EUR/USD

Widerstand1.0650; 1.06670; 1.07; 1.0750 und 1.08

Unterstützung – 1.0590-1.06; 1.0550; 1.0520-30, 1.05, 1.0450-60

AUD/USD

Widerstand0.7500-10; 0.7530; 0.7580, 0.7600-10; 0.77

Unterstützung 0.7460; 0.7420-30; 0.74; 0.7370; 0.73

Das sind die Levels, die aus vergangenen Hochs und Tiefs, gleitenden Durchschnitten oder Fibonacci Retracements hervorgehen. Ich denke, dass Ihr bisher genug Übung im technischen Trading gehabt habt, um die Unterstützung/Widerstandslevels erfolgreich in Euerem täglichen Trading umsetzen zu können.

Einige sind in fetter Schrift dargestellt, was bedeutet, dass sie wichtig sind und das Ihr euch mehr auf diese stützen könnt als auf andere Unterstützung/Widerstandslevels.

Bessere Inflation Großbritanniens schickt GBP/USD über 1.27

Da die Wirtschaftsdaten heute etwas dünn sind, ist die mit Abstand wichtigste Wirtschaftsveröffentlichung des Tages der Inflationsbericht Großbritanniens. Die Inflation ist eines der besten Dinge, die sich die BOE (Bank von England) wünschen konnte. Doch der positive Effekt des schwächeren Pfundes wird nicht ewig anhalten und obwohl die Britischen Hersteller nicht regelmäßig jeden Monat Rohstoffe importieren, könnte sich der Effekt des schwachen GBP auf die Inflation erschöpfen, da der GBP Crash Monate zurückliegt.

Die EPI Daten (Erzeugerpreisindex) aus Großbritannien zeigen genau das: die Importpreise sin dim November um 1-1% gefallen. Das ist der erste Rückgang in 6 Monaten, was diesem Bericht etwas Glanz raubt und vor allem ist es das erste Anzeichen, dass die Vorteile des schwachen GBP vorbei sind.

Abgesehen davon, war der Rest des britischen Inflationsberichts relativ optimistisch. Der CPI (VPI oder Verbraucherpreisindex) sprang im November um 0.3% auf 1.2%, während der RPI (EPI oder Einzelhandelspreisindex) um 2 Punkte nach oben auf 2.2% stieg. Die wichtigsten Daten sind jedoch die Kern-CPI-Zahlen, welche die Erwartungen mit einem Anstieg von 1.2% auf 1.4% gegenüber dem Vormonat übertrafen.

Der Verbraucherpreisindex ist insofern sehr wichtig, als dass er den Zentralbanken als Maßstab für die Inflation dient und 2% das Ziel der Großbanken ist. Desto näher wir uns diesem Level nähern, desto größer sind im Fall einer positive Überraschung die Auswirkungen auf die Landeswährung. Übrigens habe ich vor einigen Wochen von einem Typen von der BoE gehört, dass die BoE keine Inflation dulden wird, falls sie weit über dieses Ziel hinaus steigen sollte, – aber bis dahin, ist es noch ein langer Weg und daher müssen sich GBP Trader momentan keine Sorgen darüber machen.


Steuern wir jetzt auf 1.28 zu?

Worauf wir jedoch achten müssen, ist der erneute Burch des GBP/USD bei 1.27. Dieses Level verliert jedesmal wenn es bricht an Wichtigkeit und daher müssen wir jetzt, da dieses Level erneut gebrochen wurde, auf die 1.28 schauen. Der Preis nähert sich diesem Level zunehmend, was für mich eine rote Linie darstellt.

Ich überlege, GBP/USD massiv zu kürzen, falls die Preise dort oben ankommen sollten, aber ich werde mir noch etwas Luft lassen, um mehr zu meiner Position hinzufügen zu können, falls die 1.30 erreicht werden sollte. Aber der Handel mit GBP ist momentan nicht so geradlinig und deshalb werde ich die Entwicklungen des Brexit im Auge behalten.

Ihr könnt mich jetzt nicht mehr aufhalten – USD/JPY Technische Levels

Hallo liebe FXML Follower, an diesem verregneten Montagmorgen. Ich wünsche euch eine weitere erfolgreiche Woche! Lasst uns mit dem heutigen ersten Forexpaar beginnen, USD/JPY.

Letzte Woche hatten wir in unserer wöchentlichen Zusammenfassung erneut USD/JPY angeschaut und das aus gutem Grund, da dieses Paar kurz vor dem Wochenende das Widerstandslevel von 115 durchbrochen hat. Da sich der Artikel aber noch in der Korrekturphase befindet, denke ich, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, einen Blick auf dieses Paar zu werfen.

Viele Forexanalysten dachten, dass es das nun für die USD/JPY Bullen war, zumindest kurzfristig. Das Widerstandslevel von 115.50-116 war eine wirklich harte Nuss und hätte daher den Verkäufern laut technischer Analyse zumindest eine gewisse Stütze bieten sollen, falls sich der Preis nicht umkehren würde.

Tja, als ich heute Morgen aufgewacht bin, waren diese Levels verschwunden. Wir haben die 115.50 und 116 durchbrochen, aber der Anstieg war noch nicht eindeutig. Der Preis ist nur 12 Pips über die 116 geklettert, was laut Textbuch keinen klaren Bruch darstellt.


Das ist kein klarer Bruch

Den ganzen heutigen Morgen über ist es darüber und darunter gegangen, aber es muss den Tag darüber schließen, um als echter Bruch zu gelten. Falls das passieren sollte, dann wäre der Weg für 119 und 120, abgesehen von geringfügigen Hindernissen wie dem schwachen Widerstandslevel bei 117, frei.

Auf der unteren Seite können wir auf der stündlichen USD/JPY Chart bei dem einfachen gleitenden Durchschnitt von 20 (20 SMA) mit einer Art von kurzfristigem Support rechnen, welcher gerade bei 115.40 steht. Letzte Nacht sank er auf diesen gleitenden Durchschnitt und ich war wach, als das passierte, jedoch konnte ich kein Kaufsignal öffnen, weil ich darauf wartete, dass er die 115 erreichen würde.

Ich hatte den Auftrag vorbestellt, aber der Preis erreichte das Unterstützungslevel von 115 nicht. Tja, 115 sollte das erste ordentliche Unterstützungslevel sein und deshalb warte ich darauf, weil der Preis sich gerade entwickelt. Die 50 und 100 SMA stehen bei je 114.70 und 114.30 so dass dies die nächsten Levels für die eher konservativeren Trader sind. Doch angesichts der Tatsache, wie dieses Forexpaar zuletzt hochgeklettert ist, bezweifle ich, dass wir diese Levels so schnell zu sehen bekommen werden.

Bessere Zukunft für GBP, nachdem der harte Brexit vom Tisch ist

Es scheint, als würde die britische Premierministerin, Theresa May, einen Rückzieher von dem harten Brexit machen. Ich weiß nicht, wie oder woher in aller Welt sie die Idee hatte, dass Großbritannien den harten Weg aus der EU nehmen solle, – aber es war schockierend mitanzusehen, wie Großbritannien den falschen Weg einschlug.

Jawohl, die Briten hatten zwar dafür gestimmt, aus der EU auszutreten, aber mit Nichten für den harten Brexit. Großbritannien beabsichtigt vermutlich die Kontrolle des europäischen Gerichtshofs zurückzugewinnen, was an der britischen Gesetzgebung meiner Meinung nach nichts ändern oder Auswirkungen auf die Menschen haben wird, aber sie wollen den Binnenmarkt nicht verlassen und sich ausgrenzen.

Es hat etwas gedauert, bis die britische PM zu dieser einfachen Schlussfolgerung kam, aber es scheint, als würde sie endlich im Sinne der Menschen denken. Bis vor ein paar Monaten war sie immer so steif, aber seit kurzem ist sie sensibler geworden. Ich denke, die Briten werden den Kuchen jetzt doch teilen.

Die Entscheidung des britischen obersten Gerichtshofs und die sanfteren Töne sind der Grund, warum das Pfund von den Toten auferstanden ist. Die Marktstimmung hat sich gewandelt (wenn auch nicht vollkommen) und die GBP-Paare konnten einige der Verluste wiedergutmachen.

Damit aber nicht genug. May hat gestern ihren EU/UK Verhandlungsplan veröffentlicht und gesagt, sie würde den Brexit zuerst ins Parlament bringen, was bedeutet, dass ein harter Brexit vom Tisch ist. Ich rechne damit, dass GBP sich festigen und vielleicht mehr Boden fassen wird, – aber der beste Weg wäre es, EUR/GBP zu verkaufen.

Jetzt verkaufen oder bis zum Retrace warten?

Die FED wird die Zinsen am Mittwoch erhöhen und Trump wird in weniger als einem Monat an der Macht sein, so dass das Risiko besteht, dass USD eine bessere Entwicklung als GBP verzeichnen könnte. Deshalb ist es am besten, EUR/GBP zu verkaufen, besonders weil die EZB (Europäische Zentralbank) wieder auf bärischem Kurs ist.

Beim Blick auf die EUR/GBP-Tageschart, kann man sehen, dass es technisch gesehen nicht die beste Zeit ist, um dieses Forexpaar zu verkaufen, weil es gerade überverkauft ist. Ich werde also wahrscheinlich auf einen höheren Retrace warten, bei ungefähr 0.8650 oder 0.8750, wo der 50 SMA und der 100 SMA liegt, welche wahrscheinlich etwas Widerstand bieten werden, während die anderen technischen Indikatoren überkauft werden.

Noch verkatert von der EZB…und eine Trading Idee

Die drei größten Risiko-Events im Dezember waren/sind das italienische Referendum, das Treffen der EZB und das Treffen der FED. Das italienische Referendum fand letztes Wochenende statt und gestern dann das vom Markt lange erwartete Treffen der EZB (Europäische Zentralbank).

Der Forexmarkt hatte damit gerechnet, dass die EZB ihre lockere Geldpolitik fortsetzen werde, so dass das Risiko hier bei der Beendigung oder drastischen Reduzierung ihres Anleihenkaufprogramms lag. Letztendlich gab die EZB bekannt, ihre Anleihenkäufe ab April mit 60 Milliarden Euro fortzusetzen, was recht „dovish“ (taubenhaft) ist. Es gab weitere solche „dovishe“ Aussagen von Draghi, so dass der Euro gestern 3 Cents verlor.

Es war also ein schlechter Tag für den Euro, der sich als großartiger Tag für den Buck erwies. In letzter Zeit haben wir bereits häufig beobachten können, wie ein schlechtes Event für den Euro zu einem guten Tag für den US-Dollar und umgekehrt erwies. Bis vor ein oder zwei Jahren noch, bedeutete ein schlechtes Event für den Euro nur, dass er verlieren würde, jedoch hatte es nie bedeutsame Auswirkungen auf den Buck.

Das gleiche passiert mit USD/JPY, welches wir in Kürze analysieren werden. Ich denke, der Forexmarkt ist zwiegespalten zwischen dem USD und allen anderen Hauptwährungen Wenn sich also bei einer Hauptwährung ein negatives Event ereignet, dann lehnt sich der Markt vollkommen auf die Seite des USD und äußert sich in einem breiten Kauf von USD und umgekehrt.

Das ist es, was gestern also passiert ist, – es sollte eigentlich nur ein schlechter Tag für den Euro werden, aber stattdessen gewann der USD kräfitg bei allen Hauptwährungspaaren. Der Markt scheint heute noch einen Kater vom Vortag zu haben und die meisten Paare wissen nicht, was sie tun sollen.

Eine Trading Idee


Bereit, NZD/USD zu verkaufen?

Der Commodity-Dollar versucht sich bei AUD/USD mit einem 60 Pips im Gegensatz zum gestrigen Tief zur Wehr zu setzen. Aber der NZD hinkt seinen Commodity Cousins nach, was meiner Ansicht nach ein Zeichen von Schwäche ist. Deshalb mache ich mich bereit, ein Verkaufssignal für NZD/USD zu öffnen.

Momentan liegen wir bei 0.7180 und der einfache gleitenden Durchschnitt von 100 (100 SMA) liegt gerade 0.72. Das ist ein ordentliches Level und ich könte mich davon überzeugen lassen, genau hier ein NZD/USD Signal zu öffnen. Alternativ, falls der Markt beschließen sollte, noch etwas nach oben zu drücken, dann wäre das gestrige Hoch bei 0.7220 der perfekte Platz, um dieses Forexpaar zu kürzen.