Französische Wahlen, Macron und der mächtige Euro
In zwei Tagen beginnt jetzt die letzte Runde der französischen Präsidentschaftswahlen. Am Sonntag, den 7. Mai, wird Frankreich entscheiden, ob der unabhängige Zentrist Emmanuel Macron oder die rechtsextreme Marine Le Pen neuer französische Präsident wird.
Wenn Sie die Märkte beobachtet haben, haben Sie die massiven Bewegungen gesehen, die durch die erste Runde der Wahlen verursacht wurden, die von Macron gewonnen wurde. Der Euro und einige andere Währungen gingen am Montag, den 24. April aggressiv nach oben. Große Bewegung konnte man auch bei anderen Instrumenten wie verschiedenen Aktienindizes und Gold sehen. Natürlich hat Gold nicht von der Risiko-Situation profitiert, aber für die Aktienmärkte war es günstig.
Obwohl ein Macron-Sieg in den Märkten weitgehend eingepreist ist, wird die Finanzwelt sicherlich einen Seufzer der Erleichterung ausstoßen, wenn er denn gewinnt. Ein Macron-Sieg würde die Europäische Union vor einem „Frexit’ schützen, was für das Vertrauen der Investoren und natürlich für den Euro gut ist.
Auf der anderen Seite wäre ein Le Pen-Sieg für den Euro und die Aktienmärkte sehr schlecht. Sie ist gegen die Mitgliedschaft Frankreichs in der EU und will den französischen Franc wieder einführen. Wenn sie die Wahl gewinnt, wird es sicherlich viel Aufruhr im Markt geben.
Ich bin begeistert von der aktuellen Forex-Volatilität, vor allem wegen der konsequenten Bewegungen in eine Richtung. Dies ist jedoch bei beim EUR/USD Paar nicht der Fall gewesen. Seit der 180-Pip-Lücke nach oben am 24. April handelte dieses Paar 7 Trading-Tage seitwärts, bevor es am 4. Mai aus der Konsolidierung ausbrach. Allerdings haben viele andere Euro-Paare in rasantem Tempo höher gehandelt und die Taschen der Trendhändler gut gefüllt. Schauen wir uns ein paar Charts an um zu sehen, wie wir von starken Trends profitieren können.
Bevor ich fortfahre, möchte ich Sie auf eine Reihe von interessanten Forex-Tradingstrategien hinweisen, die eine Trend-Tradingstrategie beinhalten. Klicken Sie einfach auf diese Links, um die entsprechenden Seiten zu besuchen.
EUR/CAD – das Ziel ist die Stratosphäre!
EUR/CAD Tages-Chart
Bisher hat dieser jüngste bullische Strecke beeindruckende 1044 Pips hingelegt. Haben Sie bemerkt, wie glatt dieser Aufstieg bis jetzt war? Starke Trends wie dieser haben das Potenzial, Ihnen eine Menge Geld zu bringen und es ist wirklich nicht schwer, sie zu handeln.
Wenn Sie so einen starken, nicht-volatilen Trend wie diesen auf einer Tages-Chart bemerken, ist es oft eine gute Idee, Ihre Eingaben auf niedrigeren Zeitrahmen wie eine 4-stündige oder eine Stunden-Chart, zu verfeinern. Einige Forex Broker bieten andere Zeitrahmen wie 3- und 2-Stunden-Charts an, die auch praktisch sein können.
Der Grund, warum ich gerne niedrigere Zeitrahmen verwende, um meine Eingaben abzustimmen, ist, weil ich so sehr gut schwache Retracements kaufen kann, da der Preis auf bestimmte gleitende Durchschnitte zurückgeht. Umgekehrt erlaubt es mir, schwache Aufschwünge (Bounces) in einem starken Abwärtstrend zu verkaufen, da der Preis auf einige meiner favorisierten gleitenden Durschschnitte zurückgeht. Schauen wir uns eine 2-Stunden-Chart des EUR/CAD Paares an:
EUR/CAD 2-Stunden-Chart
Der 20-EMA (blauer gleitender Durchschnitt) zeigte in den letzten Wochen ein unglaubliches Maß an dynamischer Unterstützung. In all diesen Fällen bildeten Einbrüche (Pullbacks) bei diesem gleitenden Durchschnitt optimale lange Einträge. Mit einem relativ engen Stop-Loss, hätten Sie dabei einige schöne Gewinne einfahren können.
Denken Sie daran, dass Sie dem Trade ein wenig Raum zum Atmen geben müssen, wenn Sie Einträge bei einem gleitenden Durchschnitt angehen, da der Preis den gleitenden Durchschnitt ein bisschen mehr als erwartet überschreiten kann. Den Stop-Loss richtig zu setzen kann dabei schwierig sein, vor allem, wenn Sie neu im Handel und mit den verschiedenen Ebenen der Volatilität über verschiedene Vermögenswerte nicht vertraut sind. Wenn Sie damit schon vorher Schwierigkeiten hatten, hier ein nützlicher Trading-Tip für Sie:
Trading-Tip der Woche
Wenn Sie einen Pullback für einem bestimmten gleitenden Durchschnitt ohne spezifische Candlestick-Bestätigung handeln, können Sie den Abstand vom letzten Swing-Hoch (oder Swing-Tief für einen kurzen Eintrag) zum gleitenden Durchschnitt messen und diesen als Stop-Loss-Distanz verwenden. Auf diese Weise setzen Sie einen Stop-Loss, der für die aktuellen Marktbedingungen in Bezug auf Volatilität gut geeignet ist. Ich meine damit, dass ein Stop-Loss von 30 Pips für einen Handel auf USD/CHF geeignet sein könnte, aber es könnte für einen Handel mit dem GBP/JPY Paar nicht gut sein, da dieses normalerweise viel volatiler als das USD/CHF Paar ist. Mit dieser Methode werden Sie sich automatisch an die Volatilität des spezifischen Währungspaares anpassen und angemessene Stop-Losses setzen, die nicht zu breit und nicht zu eng sind. Hier ist ein Diagramm, um diese Idee zu illustrieren:
GBP/JPY Stunden-Chart
In dieser Chart sehen Sie, dass sich die konservativen Methode zum Setzen eines Stop-Loss in diesem Fall bezahlt gemacht hat. Der Einbruch (Pullback) war ein bisschen aggressiver als erwartet, aber der Stop-Loss war nur breit genug, um den Handel durchzuführen. Der Preis ging deutlich höher und man hätte Zielsetzungen von bis zu viermal der Stop-Loss-Distanz treffen können.
Sagen wir also, Sie bevorzugen einen engeren Stop-Loss als die Distanz zwischen dem letzten Swing-Hoch (oder Swing-Tief) und der 20-EMA. In diesem Fall können Sie 75% dieser Distanz oder sogar 50% verwenden.
Wenn Sie Ihren Stop-Loss so beschränken, denken Sie daran, die Volatilität des Paares richtig zu analysieren, um sicherzustellen, dass Ihr Stop-Loss nicht zu eng für diese Handelsbedingungen ist. Sie sollten auch einen gleitenden Durchschnitt verwenden, mit dem die Preisaktion vor kurzem in einer Weise interagiert hat, die die Verwendung dieses bestimmten gleitenden Durchschnitts unterstützt.
Schauen wir uns noch andere Instrumente an:
EUR/AUD – Der Aussie geht unter
EUR/AUD 2-Stunden-Chart
In dieser Chart sehen Sie, dass EUR/CAD auch einen starken Schub nach oben gemacht haben. Allerdings waren die Retracements viel tiefer und aggressiver. Bedingungen wie diese können es schwieriger machen, den oben beschriebenen Handelstip zu verwenden.
Die bullischen Wellen in dieser Chart sind zwischen 320 und 480 Pips groß. Das heißt, es gibt viel Raum zwischen den Retracements, um etwas Geld zu verdienen. Um diese Bullenläufe zwischen den Retracements zu nutzen, können wir zu einem niedrigeren Zeitrahmen wechseln und sehen, wie der Preis auf die 20-EMA (oder andere gleitende Durchschnitte) reagiert. Schauen wir uns ein 15-minütiges Diagramm an:
EUR/AUD 15-Minuten-Chart
Hier sehen Sie, dass die Retracements der 20-EMA außergewöhnliche lange Eingaben boten. Wieder einmal hätte man die Distanz der Retracements von den letzten Swing-Hochs bis zur 20-EMA für die Stop-Loss-Berechnung (wie im „Trading-Tip der Woche’) mit einem Eintrag auf der 20-EMA verwenden können. Ziele könnten zumindest die gleiche Distanz wie die Stop-Losses gehabt haben. Wie Sie in dieser Tabelle sehen können, wäre es ein Leichtes gewesen, massive Chande-Risiko-Verhältnisse für die meisten dieser Trades zu erzielen.
Mit solch einem starken Impuls wie im obigen Beispiel können Sie auch Ausbrüche der letzten Swing-Hochs handeln. Ich werde Ihnen mehr zu dieser Technik in einem anderen Editorial erläutern.
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Zum Abschluss des Editorials für die Woche sei noch zu sagen, dass eine erhebliche Volatilität vor uns liegen könnte, während die letzte Runde der französischen Präsidentschaftswahl beginnt. Ein Sieg Macrons sollte sich für die Eurozone und den Euro positiv auswirken. Der Markt hat bereits den Macron-Sieg zu einem großen Teil eingepreist. Daher ist eine anhaltende Euro-Stärke nicht selbstverständlich, aber ich wäre nicht überrascht, wenn der Euro nicht ein wenig auf der Welle des Macron-Sieges mitschwimmt.
Risikotrends haben von der hohen Wahrscheinlichkeit eines Macron-Sieges profitiert. Die Aktienmärkte sind erhöht, der Yen ist schwach, und Gold liegt in einem starken Abwärtstrend. Natürlich müssen wir vorsichtig sein, falls Le Pen doch siegen sollte, obwohl das sehr unwahrscheinlich ist. Wenn sie aus irgendeinem Grund siegt, würde das enorme Marktturbulenzen verursachen und sichere Vermögenswerte würden immens profitieren. Der Euro würde fallen und die Aktienmärkte würden es zu spüren bekommen. Gold und der japanische Yen würden steigen, da die Anleger schnell ihr Geld zu diesen Fluchtwährungen hin verschieben würden.
Wir sollten dieses Wochenende sehr wachsam sein. Das Ergebnis der französischen Wahlen könnte leicht große Lücken verursachen, wenn die Märkte nächste Woche öffnen. Sie sollten besonders vorsichtig mit Euro und Dax Positionen sein. Ich persönlich habe keine offenen Positionen über das Wochenende. Vergessen Sie nicht, unsere praktischen Live-Markt-Updates und Morgen-Briefs unserer erfahrenen Analysten, Skerdian Meta und Arslan Butt durchzuschauen. Wir sind ständig bestrebt, Ihnen alle Tools und Informationen zur Verfügung zu stellen, die Sie benötigen, um in den Märkten zu handeln und ein profitables Portfolio aufzubauen.
Viel Glück beim Traden!
